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Dieses Thema hat 37 Antworten
und wurde 1.887 mal aufgerufen
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Slavecommando Offline

The Prince/Princess

Beiträge: 759

06.01.2003 18:38
#31 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Eine eher seltsame Ausrede, dass im Prinzip ja alle die FDP wollen, sich aber nicht trauen... Vielleicht finden die meisten dieser Leute diese Konzepte eher in der CDU wieder? Die FDP wird gemeinhin eher als Spaßpartei wahrgenommen, ich sehe das nicht so, aber ihr habt auch alles dran gesetzt dort zu sein, wo ihr seid.
Der Begriff Leitkultur ist im Wahlkampf so dermaßen unwichtig, auch wenn die Bevölkerung ihn mehrheitlich unterstützt, das nur nebenbei, dass sich wahrscheinlich niemand dran erinnert. Im Übrigen steht Merz auf keiner Liste. Wenn überhaupt was auf den Tisch kommt, dann die Zuwanderungsdebatte und da wird die Union laut einer Emnid-Umfrage von der Bevölkerung klar unterstützt und hat Rückenwind.
Westerwelle und co. haben bisher noch nichts geleistet, weil das ganz einfach keine Persönlichkeiten sind, als Minister ist Westerwelle trotz guter inhaltlicher Politik einfach nur untragbar. Ich habe heute das Dreikönigetreffen auf Phoenix beobachtet wow gute Ansätze, nur nach spätestens 10 Minuten geht einem Guido so sehr auf den Sack, dass man abschaltet.

Child of the Wicked Offline

Resident Mädchenschwarm of Death


Beiträge: 7.383

06.01.2003 19:07
#32 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Die Bevölkerung unterstützt den Begriff Leitkulur mehrheitlich?
Ich glaub, da lebst du in nem andren Deutschland als ich... hier hat sich zumindest fast jeder drüber aufgeregt, als dieser Merz diesen Bullshit das erste Mal abgelassen hat...



-Child of the Wicked
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METAL is not a passing phase, it's a way of life. It's an attitude. It's strength.(Jon Schaffer, ICED EARTH )

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

06.01.2003 20:59
#33 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Lies mal Zeitung, Slavecommando. Vor allem die FAZ und die FR, wobei dir die FAZ ja eigentlich sicher bekannt ist... als konservatives Blatt.
Und eben in dieser FAZ erschien am 26.09.02 ein Artikel, den ich so gut fand, dass ich ihn aufgehoben habe:

Rainer Hank - FAZ - 26.09.02

Angst vor liberaler Politik

Angenommen, die FDP hätte im Wahlkampf weder mit den Eskapaden des Jürgen W. Möllemann noch mit den Spaßigkeiten des Guido Westerwelle kämpfen müssen. Angenommen, der Vorsitzende der FDP wäre ein jugendlicher Otto Graf Lambsdorff, nur der Sache und nicht persönlicher Eitelkeit oder machtpolitischen Ränkespielen verpflichtet. Hätte die FDP dann ihr Wahlziel erreicht? Wäre sie dann auf ein zweistelliges Ergebnis gekommen?

Nein. Woran ist die FDP dann gescheitert? Die Antwort klingt bitter: an ihrem Programm. Die Botschaft des vergangenen Sonntags heißt auch: Eine liberale Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Wettbewerb wichtiger nimmt als Korporatismus und die Marktlösungen allemal gegenüber Staatshandeln bevorzugt, hat in Deutschland keinen Platz. Pardon, hat in Deutschland Platz für rund acht Prozent der Wählerstimmen. Noch drastischer gesprochen: Deutschland ist zweifelsohne ein liberales Land. Als politisches Programm wird der Liberalismus aber kaum gewählt. Die Bürger ziehen hierzulande lieber solche politischen Angebote vor, die ihnen mehr Verteilungsgleichheit und Veränderungszurückhaltung versprechen.

Union und Sozialdemokraten haben es im Wahlkampf mit fast identischen Argumenten gut verstanden, den Bürger vor dem liberalen Wirtschaftsmodell zu warnen. Das Verdikt lautet unisono: Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse. Es ist kein Zufall, dass Kanzler Schröders Wort vom "deutschen Weg" zweifach verstanden werden kann. Nicht nur in der Außen- und Sicherheitspolitik, auch in der Sozial- und Wirtschaftspolitik will Deutschland einen eigenen Weg gehen. Manche übersehen, dass dem Isolationismus, den Schröder gegen Amerika spielt, auch ein wirtschaftspolitischer Isolationismus korrespondiert. Auch das ist Antiamerikanismus. Dessen Merksätze sind oft wiederholt worden: Es geht um Shareholder-Kapitalismus und Globalismus, gegen Feuern (und Heuern), es geht gegen Privatisierung, Flexibilisierung und Deregulierung. Der Kern der Haltung ist klar genug: Es geht gegen das Prinzip des Wettbewerbs, weil die Menschen in Deutschland nicht ganz zu Unrecht fürchten, sein Preis wäre größere Ungleichheit.

In dieser Grundhaltung unterscheidet sich die Union allenfalls in Nuancen von der SPD. Auch die Union beteuert ein ums andere Mal, dass sie keine amerikanischen Verhältnisse dulde und in keinem Fall die Besonderheiten des deutschen Modells ändern wolle: Zunftordnung im Handwerk und Landenschluß im Handel, Tarifkartell bei der Lohnfindung oder öffentliche Banken für den Mittelstand - mit Wettbewerb hat das alles wenig zu tun. Doch weder Union noch Sozialdemokraten lassen daran rütteln. Das Ergebnis der Wahl vom Sonntag gibt den großen Parteien recht. Zweimal 38,5 Prozent der Menschen haben wirtschaftlich die grosse Koalition gewählt. Die einen wollten Gerhard Schröder, die anderen Edmund Stoiber als Kanzler haben. Beide Gruppen wollen aber, dass sich grundsätzlich hierzulande nicht viel ändert.

Deshalb gilt es auch ganz genau hinzusehen, wenn es heißt, die hohe Arbeitslosigkeit sei neben Flut und Irak wahlentscheidend gewesen. Gewiss, alle Parteien geben vor, sich um die schlechte Beschäftigungssituation zu sorgen. Doch umfassende Reformen des Arbeitsmarktes, welche nachhaltig mehr Menschen in Lohn und Brot brächten, hat allein die FDP versprochen. Sie hat freilich auch nicht verschwiegen, dass dies mit der Entmachtung großer Lobby-Gruppen einhergehen müsse. Die Quittung für diese Ankündigung steckt fraglos in den 7,4 Prozent des FDP-Ergebnisses. Die Mehrzahl der Menschen (und der Politiker) will Arbeitsmarktreformen, die keinem weh tun. Weder Höhe noch zeitliche Begrenzung der Arbeitslosenunterstützung darf in Frage gestellt werden. Schon gar nicht soll die Lohnfindung dem Markt überantwortet werden.

"It's the Economy, Dummkopf", schreibt das Magazin "Newsweek" - Bill Clinton eindeutschend - in einer großen Geschichte dieser Woche, die den Titel "The German Problem" trägt. Schoningslos seziert der amerikanische Blick, wohin der deutsche Weg geführt hat: Aus einem Erfolgsmodell wurde das Modell des Niedergangs. Weil die umverteilenden Aufgaben des Sozialstaates zu- statt abnahmen, weil Haushaltsdisziplin sich in neuen Schlendrian wandelt und die Fiskalverfassung zentralisiert und nicht föderalisiert wurde. Die Alternative zum deutschen Weg findet sich im FDP-Programm. Originell ist sie nur aus deutscher Perspektive; für Angelsachsen gehört sie zum gesunden ökonomischen Menschenverstand.

Doch anders als die ausländischen Beobachter sind nur wenige Deutsche tatsächlich der Meinung, ihre Wirtschaft sei krank. Deshalb sehen sie auch nicht ein, warum das Land eine solche Radikalkur nötig hat, wie sie von den Liberalen vorgeschlagen wird. Es ist ja noch immer gut gegangen, lautet der Wahlspruch des rheinischen Kapitalismus. Das soll auch in der Berliner Republik der zweiten rot-grünen Legislaturperiode gelten.

Doch das Zutrauen zum deutschen Weg könnte trügen. Andere Länder haben bessere Wachstumsraten, weniger Arbeitslose, und ihre Aktienmärkte sind selbst in diesen Krisenzeiten nicht so stark eingebrochen wie hierzulande. Man darf sich nicht täuschen: Erfolgreiche Modell können Glanz verlieren. Japan kann ein Lied davon singen. Von vielen in den achtziger Jahren bewundert, stagniert das Land seit mehr als einer Dekade.

Deutschland stemmt sich gegen liberale Wirtschaftsreformen. Das ist in Ordnung. Ob es freilich Reformalternativen jenseits des liberalen Modells gibt, ist nicht ausgemacht. Rot-Grün hat die Katze bislang nicht aus dem Sack gelassen. Hartz allein kann es nicht sein. Erschwerend kommt noch hinzu: Reformen glücken meist nur am Beginn einer Legislaturperiode. Würde der Zeitpunkt verpasst, wären rasch abermals vier Jahre verloren.


Verstehst du mich jetzt?



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angel_of_death Offline

Godfather of Metal


Beiträge: 3.009

07.01.2003 12:52
#34 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Ach... alles in allem:
Gerade de Kohl soll doch seine Klappe halten, der hat genug Dreck am Stegge, der Mauerfall allein hat ihn net zu nem guten Bundeskanzler gemacht...

Slavecommando Offline

The Prince/Princess

Beiträge: 759

07.01.2003 18:21
#35 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Ich hab dem Artikel gelesen und ich versteh dich auch. Was ich meinte, ist dass die Menschen halt diese Liberalität eher in der Union als in der FDP wiederfinden bzw. die Union ganz einfach personell und prinzipiell vorziehen, das ist nun mal so. Ich bin kein Feind der FDP im Gegensatz, nur ich finde es banal, wie hoch Westerwelle trotz der Zahlen seine Partei hält er überschätzt sich einfach massiv.

Kohl war mal ein guter Kanzler bis nach der Einheit (Die SPD wollte sie damals indirekt verhindern), er hat den Bogen später überspannt und berechtigt 98 die Wahl verloren.

Es gab zig Umfragen, die den Begriff Leitkultur untermauerten, anscheinend leben wir in einem unterschiedlichen Deutschland. Der Begriff ist einfach richtig, weil jedes Land eine kulturelle Orientierung braucht, in Deutschland ist das logischerweise die deutsche. In anderen Staaten Europas wird so was gar nicht diskutiert, da ist das sonnenklar. Wir haben aber einen Umweltminister, der auf seinen Briefen schon das Wort "Deutscher Bundestag" vermeidet, weil ihm das Wort "deutsch" zu rechts ist (hat er selbst gesagt).

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

07.01.2003 19:13
#36 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Also wenn das mit dem Trittin stimmt... dann ändert das auch nichts. Ich finde er hat eine kleine Schraube locker (naa? wie lang dauert's? )

Die SPD wollte die Einheit damals verhindern. Das mag ja stimmen, aber so wie du es darstellst, sieht es so aus, als wären sie aus Boshaftigkeit dagegen gewesen. Das war aber nie der Fall.

Zum Artikel: Du hast mich immer noch nicht verstanden! Die Leute sehen ganz und gar nicht die Liberalität in der Union, weil sie keine war zu dem Zeitpunkt! Sowas könnte man eher Konsensliberalismus, gepaart mit Angstbeschwörungen und Populismus, nennen. Die Inhalte habe ich, wie auch an anderer Stelle , leider sehr vermisst.



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Slavecommando Offline

The Prince/Princess

Beiträge: 759

08.01.2003 19:07
#37 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Ich hab dich doch verstanden, aber liberale Bürger, denen dieser Wert aber nicht so wichtig ist, dass sie damit die Wände zu plakatieren neigen eher zur Union.

Mal zum Anheizen unserer zwei Personen Diskussion neue Umfragewerte:

Hessen:
CDU: 47 %
SPD: 32 %
GRÜ: 12 %
FDP: 5 %

Und unser schönes Niedersachsen:
CDU: 46 %
SPD: 36 %
GRÜ: 10 %
FDP: 5 %

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

08.01.2003 20:09
#38 RE:Kohl bescheinigt Schröder miserable Politik Antworten

Hm, das heisst wohl Zittern, sowie auf jeden Fall nicht Rot/Gelb. Dafür aber Schwarz/Gelb, und das kann mir recht sein.
Die FDP hat aber noch Potential nach oben. Grade jetzt nach dem Drei-Königs-Treffen sehe ich da gute Chancen. Und in Niedersachsen sieht's doch auch nicht schlecht aus. Das letzte Mal sind "wir" nicht rein gekommen.

Btw.: Neuer Thread bitte. Ich mach jetzt mal einen auf!



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