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Dieses Thema hat 28 Antworten
und wurde 1.352 mal aufgerufen
 Allgemeines
Seiten 1 | 2
kuschel8 Offline

5th Horseman


Beiträge: 2.094

03.09.2003 20:16
Nothing else Matters das Buch Antworten

hi hab mir gerade bat buch gekauft hab mich auch gleich ma 2 stunden in das buch verlesen
und finds echt geil
was is eure meinung darüber
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Ich war einmal ein süßes junges Ding
Jetzt bin ich ein ausgewachsener Spinner
Und wenn ich tot bin, dann komme ich
vieleicht als Sherman-Panzer wieder

Zitat Tod Rundgren (" Heavy Metal Kids")

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mig Offline

Veritas † Aequitas


Beiträge: 6.208

03.09.2003 20:21
#2 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Jo hab es mir auch vor nem halben Jahr beim EMP bestellt gehabt. Hat mir auch recht gut gefallen. Die ersten paar Seiten sind jetzt zwar ned SOO "spannend" aber der Rest ist eigentlihc ganz nett zu lesen. Auf jeden Fall kein Fehlkauf, auch wenn jetzt ned die größten Neuigkeiten drinstehen macht's auf jeden Fall Spaß das Buch zu lesen. *Daumennachoben*


                       

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anita Offline

Helpless Member


Beiträge: 472

03.09.2003 21:15
#3 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Hmm....is schon ziemlich lang her, da ich das gelesen habe, aber so wie ich mich noch dran erinnern kann, ist es echt gut.
Also nur zu empfehlen
Was ich auch zustimmen muss, is wirklich das so ungefähr die erste Hälfte nicht so interessant ist, aber man erfährt sehr vieles über Metallica. Besonders über die Zeit mit den Zazula´s.

Gruß Anita



Do You Want Heavy ?!
´Tallica Gives You Heavy, Baby !
- James Hetfield (@ Cunning Stunts - Sad But True)

Joltman Offline

Scary Guy/Gal


Beiträge: 1.737

03.09.2003 22:22
#4 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Ich habe das Buch glaube ich zwei oder drei mal gelesen und es ist wirklich gut. Besonders sind die Anfänge von Metallica gut beschrieben. Außerdem gibt es Informationen an die man sonst nicht so einfach rankommt. Ist aber auch schon ein Jahr her...
Joltman
"When a man lies he murders
Some part of the world
These are the pale deaths which
Men miscall their lives
All this I cannot bear
To witness any longer
Cannot the kingdom of salvation
Take me home"

To Live is To Die

...And Justice For All
Joltman@metallicafan.de

Burden_of_Grief Offline

Comfortably Numb


Beiträge: 7.272

03.09.2003 22:47
#5 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Oh da hab ich mal wieder was verpasst über ´lica...was ist das denn für ein Buch und bei Emp hab ich auch nichts gefunden

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Bye Destroyer

The creeping Death Offline

The Prince/Princess

Beiträge: 958

03.09.2003 22:53
#6 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Ist schon ziemlich alt, meiner Meinung nach. Wenn ich es nicht verwechsle, hab ich das schon vor 8 Jahren oder so mal gelesen. Ist doch das mit dem Bild von James auf der Justice Tour vorne drauf, oder?
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never free - never me

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mig Offline

Veritas † Aequitas


Beiträge: 6.208

04.09.2003 01:02
#7 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Hm, ich weiß ja ned wie du suchst, aber einfach in der Suche Metallica eingeben und das oberste Suchergebnis ist schon das Buch
http://www.emp.de/cgi-bin/site4.cgi?sess...11&origin=outer

Jo also das Buch ist schon ziemlich alt. Hat ja glaub ich ca 2 Jahre gedauert um es überhaupt mal ins Deutsche zu übersetzen... Außerdem liegt auch noch so ne kleine Karte bei, wie sie auch bei CDs hin und wieder dabei ist. Und da wird extra drauf hingewiesen, dass ja bald die neuen fünfstelligen Postleitzahlen gelten


                       

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Burden_of_Grief Offline

Comfortably Numb


Beiträge: 7.272

04.09.2003 01:46
#8 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

THX @ mig,
hab mir das Buch auch gleich bestellt

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Bye Destroyer

Burden_of_Grief Offline

Comfortably Numb


Beiträge: 7.272

04.09.2003 02:11
#9 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

METALLICA Die Historie dieser Band nimmt ihren Anfang im San Francisco des Jahres 81, als der dänische Drummer Lars Ullrich und der einheimische Sänger/Gitarrist James Hetfield gemeinsame musikalische Interessen (New Wave Of British Heavy Metal) unter dem Bandnamen Metallica zusammenfaßten. Diesen geilen Bandnamen klaute man der Fama nach einem gutmütigen Fanzineschreiber, Ron Quintana, der sein Heft resigniert-achselzuckend "Metal Mania benannte (Metallica nehmen ihn heuer öfter zum chinesisch essen mit). Auf der Suche nach geeigneten Mitstreitern war man 1982 mit Ron Mc Govney (b) und Dave Mustaine (g) erstmals komplett. In diese Zeit fallen erste heimische Live-Auditions. Verschiedene Demos entstanden, von denen das legendäre "No Life 'til Leather" zum berühmtesten wurde, das jemals den weltweiten Underground elektrisierte und bereits auf Potential schließen ließ, den bewunderten Vorbildern der N.W.O.B.H.M., also den Priest, Maiden, Saxon und ähnlichen Acts nicht nur Paroli zu bieten, sondern sie künftig noch zu übertreffen. Mit Metallica sollte Amerika der sie einst regierenden Kolonialmacht England, welche man in allen Zeiten zu übertreffen suchte, eine freche, rotzige Antwort erteilen, mit der das Mutterland des Rock'n Roll (USA) dem Mutterland des Heavy Metal (England) seinen künftigen Meister präsentierte (wohlwissend, daß das eine das andere bedingte: Denn die Briten brachten einst die Schwarzen aus Afrika auf ihre amerikanischen Plantagen, aus der Fusion von deren trauergeprägten schwarzen Blues und weißem Hillbilly entstand 200 Jahre später der Rock'n Roll, in dem der britische Hardrock und Heavy Metal seine Ursprünge hatte, welcher amerikanische Bands wie Metallica prägte, die nun ihrerseits konsequente und innovative Weiterentwicklung mitrepräsentierten). Bevor es jedoch dazu kommen konnte, Metallica hatten unterdessen auf dem legendären ersten "Metal Massacre"-Sampler (Hit The Lights) mitgewirkt, wurden einschneidende personelle Veränderungen vorgenommen. Denn 82 schlug ein Gitarrist seinem Kollegen zwei Schneidezähne aus. Der Patient hieß James Hetfield, der alkoholsüchtige Widerling Dave Mustaine. Die Zähne waren bald wieder drin, doch da war Mustaine schon lange draußen (er hat's bis heute nicht verwunden). Für ihn "borgten" sich Metallica bei einem der gefährlichsten Konkurrenten auf den Speedthron, Exodus, deren Gitarristen Kirk Hammett (und haben ihn bis heute nicht zurückgegeben). Mit Cliff Burton gelang es, den Wunschbassisten von seiner Combo Trauma (LP: "Scratch And Scream", geil) wegzulocken. Der bestand als Gegenleistung darauf, daß die anderen zu IHM nach San Francisco ziehen. Er, der Hippie wäre nie in die Poser-SuckerMetropole Los Angeles gezogen. Auch nicht für Metallica, aber sie kamen zu ihm. Andere aufstrebende Acts als Selbstbedienungsläden begreifend, versuchte man auch gleich noch, im Stil der berüchtigten preußischen Landwerber, Armored Saints Sänger John Bush dem Line Up einzuverleiben, der jedoch wahrhaft stolz wie ein "Gepanzerter Heiliger" (Armored Saint) den Lockungen widerstand. Zum Glück für beide Formationen. Denn während Bush (ohne Ausbildung) ein ziemlicher (Instinkt-) Könner war, brauchte James dazu etwas Zeit, um sich jedoch mit den Jahren zu DEM Imageträger und wichtigsten Erkennungsmerkmal dieser Formation zu entwickeln. Ich glaube nicht, daß die Entwicklung Metallicas mit Bush ähnlich verlaufen wäre. Alte Live-Bootlegs machen die damalige verzweifelte Suche nach einem Sänger verständlich, James klang grauenhaft. 1983 erschien das Debüt "Kill 'em All" (Bring sie alle um), und wurde zu einem der wichtigsten, unzählige Bands beeinflussenden Wegbereiter des Speed Metal, brachte so global eine Bewegung harten, schnellen Musizierens mit ins rollen. Zwar zogen auch Motörhead schon seit einigen Jahren ihre rohe, schnelle Mucke durch, doch so wie Metallica es taten, war es bahnbrechend neu. Im Winter 83/84 waren Metallica erstmals in Europa, um sich mit Venom ein paar denkwürdige Live-Schlachten zu liefern, deren Höhepunkt der "Aardschok"-Tag in Zwolle (11.2.84) wurde, bei dem Metallica (mit zitternden Knien) 5000 Fans mit einem Tango der metallischen Lichtgeschwindigkeit den Weg in die Zukunft wiesen, ein gnadenloses Crescendo des Grauens für Poser, Wimps und schlappschwänzige Anhänger seichter Klänge inszenierend. Ende 84 erscheint "Ride The Lightning" und zeigte erstmals, wie künftig auch mit jedem weiteren Album, daß sich Metallica nie um das scherten, was ihre Fans von ihrem nächsten Album erwarten. So stellte "Ride The Lightning" für die kompromißlosen Fans der ersten Stunde eine herbe Enttäuschung dar. Die rohe, ungeschliffene Härte des Erstlings wurde einer sauberen, klaren Produktion geopfert. Auch das ehedem fast durchgehend hohe Musizier-Tempo, das an die Geschwindigkeit erinnerte, mit der die Taschendiebe in südlichen Gefilden regulierend in die Jacken unachtsamer Touristen greifen, um ungerecht verteilte Reichtümer einer angemesseneren Streuung zuzuführen, mußte einer, wie ich fand, nicht negativ ins Gewicht fallenden Balance weichen, zwischen SpeedMissiles wie "Ride The Lightning", "Fight Fire With Fire" oder "Trapped Under Ice" einerseits und getragenen, schleppenden (und überragenden) Tracks wie "Fade To Black", "For Whom The Bell Tolls" oder dem besinnlichen Instrumental "The Call Of Ktulu". Wegen, von mir aus auch trotz dieser Mischung, wurden Metallica mit diesem Album damals zur besten Heavy Metal Band der Welt. Es stimmte wirklich einfach alles, und zwar in einer Vollendung, wie sie auch bei Metallica so schnell nicht wieder auftauchen sollte. Sowohl für die Hochgeschwindigkeitsfanatiker war ausreichend Stoff an Bord, als auch für die Anhänger kompositorisch geschickter Instrumentierung. Und die von Todessehnsucht geprägte Ballade "Fade To Black" (I have lost the will to live), so lyrisch schlicht faszinierend melancholisch schrieb auch Kafka nicht alle Tage, war genau der richtige Kontrast (perfect timing), um den anschließenden Nackenbrecher "Trapped Under Ice" so richtig zur Geltung zu bringen (Parallele: Sherlock Holmes wirkt gerade deshalb so genial, weil Dr. Watson so'n Trottel ist). Doch eigentlich sind die Lyrics allgemein (Im Gegensatz zu den oft peinlichen selbigen auf dem Debüt) interessant genug, um einen durchfallbedingten längeren Aufenthalt auf der Toilette mit dem Textblatt in der Hand nicht zur Tragödie ausarten zu lassen. Besonders heraus ragte dabei noch "Ride The Lightning", welches (In der Ich-Form erzählt) die letzten Stunden eines Delinquenten vor der Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl schildert, mit brillanter poetischer Rhythmik, um in der letzten Textzeile schließlich "nur" aus einem Alptraum zu erwachen. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollten, der Albumvorgänger war (unter Ausklammerung des seinerzeit wesentlichen Geschwindigkeitsaspektes) in den Schatten gestellt. Zur Album-Promotion sind Metallica im Dezember 84 zu 7 Gigs mit Tank auch erstmals in Deutschland (Kinder war das ein Fest in der Hamburger Markthalle). Die Popularität der Band war auf einem ersten Höhepunkt angelangt, so daß man 85 in den USA erstmals ausgiebig touren konnte (mit Armored Saint und W.A.S.P.). Im Sommer 85 folgten etliche bejubelte Festivalauftritte, so in Gastle Donington vor 70 000 mit Ratt, Bon Jovi, "Forget about this spandex shit" rief James dem jubelnden Mob zu, oder beim "Day On The Green" in den Staaten vor 90 000 mit den Scorpions und Yngwie Malmsteen. Und nicht zuletzt im September 85 auf dem rheinischen Loreley-Felsen, wo als Resultat des nicht zustandegekommenen "Monsters Of Rock"-Festivals ein Alternativprogramm durchgezogen wurde, mit Venom, Metallica, Running Wild, Wishbone Ash, Nazareth, Warlock, Pretty Maids, Heavy Petting, bei dem ein angetrunkener Autor in der 4. Reihe stand, um gleich den anderen Fans der vorderen Reihen Zeile für Zeile der Metallica-Songs andächtig mitformulierend, auf einmal ins stolpern kam. Denn mit "Disposable Heroes" war auch ein unbekannter Song dabei, der ein erstes kompositorisches Schlaglicht auf das Anfang 86 erscheinende "Master Of Puppets"-Album warf, welches nach vereinzelter Kritik nach der 2. LP nun trotz euphorisch aufheulender Presse auch zu offener Ablehnung bei den alten Metallica-Fans führte, welche sich überfordert sahen, angesichts der Fülle kompositorischer Einfälle, Breaks, Riffs, kurz der erdrückenden Vielfalt, welche die ursprünglichen Vorzüge wie Härte, Schnelligkeit und Kompromißlosigkeit nun vollends überlagerte. Die Einschätzungen schwankten zwischen "langweilige Scheiße" und ,genial". Unter Berücksichtigung verschiedener denkbarer Standpunkte sind beide Einschätzungen (unverändert) zutreffend. Für die alten Fans war das Teil ein kompletter Schuß in den berüchtigten Ofen (Ich sehe es auch so). Sie kehrten der Band scharenweise den Rücken. ABER: Es gab auch Legionen ganz junger Fans, die mit Metallica über dieses dritte Album erstmals Bekanntschaft schlossen, und die waren fasziniert. Eine wohlmeinende Presse tat Ihr übriges, um den Jüngsten, am leichtesten zu beeinflussenden Käufern dieses Album schmackhaft zu machen. Und es war wirklich unter dem Aspekt der bisherigen LPs schwer, zu einer Einschätzung zu gelangen (ich hab das Ding nun 7 Jahre, glaubt mir, ich hab bis heute nicht rausgefunden, ob es mir gefällt, oder ob ich's langweilig finde, vermutlich letzteres). Unwillig werden von der Band in Interviews diesbezügliche Fragen zurückgewiesen, doch ich bin sicher, mit diesem Album hatte man sich vom Business vereinnahmen lassen, ohne jeden Zweifel, wollte mit den Folgealben auf einem Major veröffentlichen, der einen gewissen Luxus vorfinanziert, mit dessen Genuß eine Zensur im Kopf der Komponisten stattfindet, folglich das Songwriting überlagert, mit dem die neugewonnenen Annehmlichkeiten letztlich finanziert werden müssen, gewisse Verkaufsziele zu erreichen sind, die kein Indie-Label seinen Bands wagen würde zu diktieren. Im Herbst 86 startet in Europa die sehnlichst erwartete Tour zum neuen Album und wird abgebrochen, als bei einem Busunglück in Schweden Basser Cliff Burton stirbt (der Busfahrer war eingeschlafen). Zurück in den Staaten war nicht viel Zeit für Trauer, ein Nachfolger mußte her. Favorit war Willy Lange von Laaz Rockit, der seine Kumpels jedoch nicht im Stich lassen wollte (korrekt). So warb man Jason Newstedt von Flotsam & Jetsam ab, dabei bewußt eine potentielle Konkurrenzband schwächend, die so ihres ausschließlichen Komponisten/Masterminds verlustig ging, nach dem ein paar Wochen zuvor gerade ihr phantastisches, himmelstürmendes Debüt "Doomsday For The Deceiver" erschienen war, welches zu allen Hoffnungen berechtigte. Nun war ihr Ende scheinbar nahe, weil Metallica unter 2500 gleichwertigen Aspiranten gerade diesen Flots-Basser "brauchten" (Flotsam wurden ohne ihren Chef besser als zuvor mir Ihm! Siehe auch dort). Anfang 87 wird die unterbrochene Tournee wiederaufgenommen, führt ein Traumpackage von Metallica und Metal Church auch hier ins winterliche Deutschland. "Here's the new Fucker" führt James Hetfield lakonisch das neue Mitglied ein. Im Herbst spielen Metallica auf den "Monsters Of Rock" (Pforzheim/Nürnberg) und anschließend auch erstmals in Polen. 1988 erscheint "...And Justice For All", das vierte Album der Band und verheißt "Gerechtigkeit für alle" (Justice for all). Das war natürlich eine dreiste Lüge. Denn den alten Metallica-Fans widerfuhr nur mit einem einzigen Song "Gerechtigkeit", dem schamhaft am Ende der LP verborgenen "Dyers Eve" der letztmalig und einzig auf diesem Album den Stil repräsentierte, mit dem Metallica einst, Dschingis Khans wilden Mongolen-Horden gleich, über metallische Steppen donnerten. Ansonsten war man bestrebt, mit stressenden Midtempo-Nummern für eine Reputation als ernsthafte Musiker zu sorgen, und die quälende Langeweile dieser Songs kaum noch "mitgeschnitten" wurde, einzig das traurige "One" noch einen wirklichen Höhepunkt darstellte, entgegen dem Schwur der Band, niemals einen Videoclip zu veröffentlichen einen solchen zur Folge hat, der auch den angestrebten "Grammy" beschert und ähnlich dröges Business-Einerlei zur Profitmaximierung. Hier hatte eine der einst wichtigsten, richtungsweisendsten Heavy Metal-Bands der Welt seinen Fans mit diesem Album einen kräftigen und verachtenden Tritt in den Hintern versetzt, von dem sich kein alter Metallica-Fan je erholte. Erwartungen und Hoffnungen einer überaus treuen Fanschar wurden hier recht kaltschnäuzig ignoriert, Fans immerhin aus jenen Tagen, in denen es oft nicht mal für'n "Hamburger" oder ein Bier reichte (wie 84 in Hamburg). Im Herbst 88 sind Metallica mit Queensryche auch wieder in Deutschland zu bewundern, bei denen sich die Band unverändert als eine Live-Attraktion präsentierte, welche die einstmals so bewunderte Härte nun nur noch bei Konzerten durchklingen läßt und die alten Speedklassiker zum umjubelten Höhepunkt jedes Gigs wurden. Auch der Band selbst schienen diese Songs den meisten Spaß zu bereiten. Die Entwicklung der Band ließ es bereits erahnen, mit dem 91er Album , "Metallica" wurde es zur Gewißheit. Die einst beste H.M.-Band der Welt war zum Soundtracklieferanten für buhlende Kaufhausbeschallungsanlagen, ja zum Hausfrauenglück verkommen. Zwei Hits namens "Enter Sandman" und "The Unforgiven" wurden zu Schleppern von 10 weiteren Songs, die zum langweiligsten zählen, was Metallica je verbrachen. Millionenverkäufe ließen sowohl die Herzen der Band, als auch der Plattenfirma, sowie auch der Millionen Konsumenten klopfen. Ich glaube nicht, daß allzuviele Metal-Hearts unter dieser Meute klopften. Und es soll hier keine Bitterkeit mitschwingen, die weder mir noch anderen alten Fans der Band zustünde. Metallica sind eine Klasse für sich, sie können keine "schlechten" Songs schreiben, selbst wenn sie es wollten, und sie haben es ja wirklich oft genug probiert. Die neuen Metallica-Fans sollten bereit sein, zu akzeptieren, daß keiner ihrer Fan-Vorgänger mit der Entwicklung und den letzten Scheiben der Band glücklich ist, und die alten Fans sollten im Gegenzug der neuen Generation von Metallica-Fans gestatten, eine Band zu lieben, die sie unter wesentlich anderen Gesichtspunkten kennen- und schätzenlernte, als sie. Nun keine "reine" H.M.-Band mehr, gehören Metallica zu einer millionenfach geschätzten Rock-Ikone, die sie seit "Master Of Puppets" zu werden anstrebte. Das geht okay und für die Fans des einstmals vollbedienten Spektrums gibt es Bands in unglaublicher und atemberaubender Fülle, so daß der Verlust Metallicas für diesen Fankreis mehr als verschmerzlich ist. Diese Band hat seit ihrem Bestehen skrupellos andere Formationen geplündert (Trauma, Exodus, Flotsam & Jetsam, bzw. dies versucht, Laaz Rockit, Armored Saint) und den finanziellen Erfolg um jeden Preis gesucht. Das meiste Geld wird über die Komponisten-Tantiemen via Gema und ähnliche Urheber-Schutz-Organisationen verdient. Da blieb "der Neue", Jason Newsted, auch nach 7 Jahren der Neue, den man auf den gemeinsamen Alben nur je einmal zu Ko-Composer-Credits gelangen ließ. Beim Geld hört die (vorgegaukelte) Freundschaft auf! Was dieser Newsted songwriterisch auf dem Kasten hat, hört ihr euch am Besten auf dem Flotsam & Jetsam-Debüt "Doomsday For The Deceiver" an, dann wißt ihr, welch bodenloser Egoismus das Komponieren (und Geldverdienen) in dieser Band belastet und überschattet. Live allemale eine Attraktion, gab es zum ausklingenden Erfolgsjahr 92 ausnahmslos ausverkaufte Konzerte in Deutschland in riesigen Hallen, während derer bei Krachern wie "Whiplash" erneut das alte Fieber ausbrach, man überrascht feststellte, sich dem magischen Reiz dieser Combo unmöglich entziehen zu können, selbst wenn die letzten Scheiben auf dem heimischen Plattenteller "Auftrittsverbot" haben. Mit der LP "Metallica" hat der Erfolg der Band einen Grad von Eigendynamik entwickelt, bei dem zu existierenden Millionenkäufern aus einzig und allein diesem Grund weitere Millionen hinzukommen, die sich haargenau in dieser Masse anderer Fans am wohlsten fühlen, damit nach sicheren Orientierungspunkten für ein erbärmliches Leben suchend, dem Fixpunkte und Erfolgserlebnisse fehlen, welche erst das Selbstbewußtsein ermöglichen, sich unter tausenden von Bands die Favoriten zu suchen, die einem wirklich nur auf Grund ureigenster Neigung liegen. Millionenseller wie neuerdings auch Metallica, haben immer auch einen Stellvertreter-Charakter für die Myriaden namenloser Loser, die mangels eigener Erfolgserlebnisse zumindest imaginär teilhaben wollen am Erfolg anderer, glücklicherer Zeitgenossen, sei es mit dem Erwerb einer Erfolgsscheibe und dem damit verbundenen vermeintlichen Eingebettetsein in die vermeintliche Gemeinschaft Erfolgreicher. Das war schon immer so und ist die einzig denkbare, logische Erklärung für den auf den ersten Blick unlogischen Multimillionenerfolg eines peinlich langweiligen Albums wie .,Metallica" (von den 2 Hits natürlich abgesehen). Metaller, für die dieses Lexikon in erster Linie gedacht ist, wissen, welche Bands für uns von erheblich größeren Interesse sind als diese als richtungsweisende Speedband gestartete, nunmehr peinliche Schlager-Combo.

Ich hab mir mal erlaubt das raus zu kopieren .
Was für harte Töne der damals schon gespuckt hat und wobei es re/load noch gar nicht gaben!




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Bye Destroyer

mig Offline

Veritas † Aequitas


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04.09.2003 02:36
#10 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Oh, das hab ich mir vor ca 5 Jahren auch mal durchgelesen, aber jetzt mit etwas mehr Wissen über Metallica und jetzt zu sehen, dass der Text von 1993 ist... Joah also '93 die Jungs als Schlager-Kombo abzuwatschen is aus heutiger Sicht doch ziemlich derbe. Ihm hat das Black Album wohl garned zugesagt


                       

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panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


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04.09.2003 09:37
#11 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

ich find seinen beitrag eigentlich ziemlich gut.... auch wenn er mein lieblingsalbum schlecht macht, so bezihet er es auf sich selbst und sagt ganz klar dass es auf die sicht der dinge ankommt.
vielleicht sollten wir glücklich sein, doch nicht um jahre 82 schon min. 16-17 Jahre gewesen zu sein... sonst würden wir den rest vieleicht shcieße finden....

hm aber so wie er das beschreibt fühl ich mich bei st.anger.... es kommt halt wirklich auf die sicht der dinge an..... und so wie ich sie vorwiegend sehe stören mich halt die mängel der scheibe..... und anderen eben nicht, die vielleicht noch nicht soo lang mit dieser band konfrontiert sind..... (das is jez nur EINE Möglichkeit)


Lieblings:
-gitarrist: Michael Romeo (Symphony X)
-schlagzeuger: Gene Hoglan (Death)
-basser: Cliff Burton (Metallica bis 1986/seinem Tod)
-sänger: Russ Anderson (Forbidden)

The creeping Death Offline

The Prince/Princess

Beiträge: 958

04.09.2003 09:48
#12 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Eben, mich stören sie nämlich nicht..... und ich bin sicherlich so lange mit der Band konfrontiert wie du. Wobei mein Lieblingsalbum auch das Schwarze ist.
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panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

04.09.2003 10:14
#13 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

ich meinte wegen lieblingsalbum allerdings puppets! ^^
(das kam ja so'n bissel als langweilg beschrieben rüber)


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-schlagzeuger: Gene Hoglan (Death)
-basser: Cliff Burton (Metallica bis 1986/seinem Tod)
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Slavecommando Offline

The Prince/Princess

Beiträge: 759

04.09.2003 18:37
#14 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass die Metfans ihre Band in dem Moment perfekt finden, in dem sie ihr erste Metalbum hören. Von da an will man ja gar nichts anderes mehr... auch St.Anger ist sicherlich für die jüngere Generation (wie alle anderen Alben damals) perfekt.


This is the cloud that swallows trust
This is the black that uncolors us
This is the beast that you hide from
This is the mask that comes undone!!

Burden_of_Grief Offline

Comfortably Numb


Beiträge: 7.272

04.09.2003 18:44
#15 RE:Nothing else Matters das Buch Antworten

Also ich fand das der Text doch einiges an Kritik hat, das man schon das Schwarze Album und vorallem damals abgestemmpelt hat ist eigentlich verwunderlich.
Aber vielleicht ist ja der, der den Text prakktiziert hat ja so ein hardcore Fan und kennt die Band seid ihrem Debüt.
Dann ist das kein Wunder, aber wie gesagt damals waren ja noch kein Load und Relaod drausen .
Hehe die Reaktion über diese beiden Alben hätte ich von Autor kennen gelernt

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Bye Destroyer

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