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Dieses Thema hat 40 Antworten
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creeping schleichi Offline

Phantom Member


Beiträge: 276

19.10.2004 15:00
türkiye- und ihr beitritt zur europäischen ünion Antworten

moinmoin,

mich würde es interessieren wie das mit dem beitritt der türkei gesehen wird. ich sag mal von vornherein das ich sehr gegen einen beitritt der türkei bin, obwohl ich eigentlich bulgare bin und bulgarien ja gerade mitten in den beitrittsverhandlungen steckt (macht mir keinen strick draus). ich lebe aber schon sehr lange in deutschland, und betrachte dieses problem deshalb fast mit den augen eines deutschen ich will das mal kurz begründen warum ich es nicht gut fände die türkei aufzunehmen.
das sind einmal die enormen kosten die für die eu entstehen würden ein solches land aufzunehmen, ob die schätzungen von 30 milliarden jährlich korrekt sind sei dahingestellt, viel wirds auf jeden fall.
zweitens liegt dieses land ganz einfach nciht in europa und man muss sich dann auch die frage stellen, wann man schlussstrich zieht - irgendwann kommt dann auch israel an, und die nordafrikanischen länder könnten es ja auch mal probieren.
drittens habe ich ein ernsthaftes problem mit der arroganz der türkei, was das politische verhalten angeht. wenn man sich mal aus der nähe anguckt, wie die beitrittskandidaten vom range rumäniens/bulgariens der eu in den po kriechen um aufgenommen zu werden, ist es schon interessant zu sehen, wie wenig zugeständniss die fundamentalisten in diesem land bereit sind einzugehen. ich finde diese kultur hat noch nie zu europa gepasst und dazugehört und das tut sie auch heute nicht. beispiele von todesstrafe bis ehebruchgesetz sind hinlänglich bekannt.
weiterhin dürfte speziell den deutschen die integrationsfähigkeit der türken aus den letzten 30 jahren bekannt sein. da ist es für mich unverständlich, dass sich die deutschen regierungen schon seit kohl (wenn ich mich nicht irre) für einen türkeibeitritt einsetzen.

in meinem bekanntenkreis ist die gleichgültigkeit dieser frage gegenüber recht gross, ein paar wenige vertreten ungefähr meine sichtweise, und ein paar andere sind strikte befürworter (darunter auch 2 julis ). aber die gleichgültigkeit macht mich ein bisschen stutzig.
also, wie seht ihr das thema?
man verzeihe mir meine evtl zu radikalen ansichten, ich zwinge sie niemandem auf.
ceep on creeping

panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

19.10.2004 15:40
#2 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

also zuersteinmal wird das ganze meiner meinung nach zu hektisch betrachtet... es geht doch erstmal nur darum, ob man sich überhaupt mal die türkei als potenzielles EU-Mitglied genauer ansehen möchte. Es geht ncoh längst nicht um den immedialen Beitritt. Da sind sich alle einig, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt undenkbar ist.

Bei allen wirtschaftlichen Vorteilen bin ich aber auch der Meinung, dass die Türkei mehr mit Asien, als mit Europa zu tun hat.
Klar - die Türken fragen dann auch noch, wo man die (geografische) Grenze ziehen soll. Aber allein schon dadurch dass nur ein kleiner Teil der Türkei europäisch ist, ist die eher asiatische Eigenschaft doch schon gegeben.
Generell ein kultureller Unterschied zu UNS, die wir sowieso nur uns selbst als das Wahre ansehen (leider!), macht die Sache find ich noch nicht klar.
Denn allein schon Länder wie Estland, Litauen und Co.... ja sogar schon Polen haben schon ganz andere Einstellungen und bräuche und auch die Religion fällt dort anders aus. Trotzdem gehören die irgendwie mehr zu Europa.....

Letztendlich kann ich aber auch nicht klar benennen, warum es nun gut oder schlecht mit der Türkei sein sollte. Bis jetzt ist das alles noch mehr emotional und aus dem Bauch heraus betrachtet....


btw: editier mal den Threadnamen etwas deutlicher.... :)


Die Qualität des Meisters lässt sich nicht an der Größe seines Publikums messen.

Hiermit unterstütze die neue Band eines von mir sehr geschätzten Drummers... die Aufnahmen sind aber noch ohne ihn. Und die Band vielleicht auch nicht die fordernste... aber es rockt - und das ist die Hauptsache! Er (der Drummer) wird bestimmt mehr Finesse in die Band bringen!

S.O.D Offline

ME†AL MESSIAH


Beiträge: 6.630

19.10.2004 15:48
#3 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

Ich bin dagegen - da sollte sich von ihren Gesetzen und ihrem religiösen Denke gerade was Frauen angeht - schon einiges ändern.

Ich habe vor längerer Zeit mal ein Interview mit Peter Schollatur gesehen – und den Mann mag ich sehr – und weis auch das er Ahnung hat.
Er meinte das ein Beitritt der Türkei falsch wäre. Es wäre dann nämlich nicht eine Europäisierung der Türkei – sondern eine Asiatisierung Europas. Und es würde unsere westliche Kultur über lange Sicht noch mehr „zerstören“




Bye S•O•D
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panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

19.10.2004 15:53
#4 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

das tut es sich doch...
da sind die vorurteile hier in deutschlnad leider größer, als das wissen.... klar.. es gibt traditionen...
aber mit einem kopftuch z.b. wird man in der türkei mittlerweile öfter schief angekuckt, als hierzulande! (hab ich zu meinem erstaunen mal so erfahren - haben hier im wohnheim auch 2 türken leben...)


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creeping schleichi Offline

Phantom Member


Beiträge: 276

19.10.2004 16:18
#5 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

also zur kultur mal konkret /für mich auch das grösste hindernis/.
die türkische kultur hat sich über die jahrhunderte als eine sehr konservative, rückständige, unaufgeschlossene kultur gezeigt- ganz im gegensatz zur arabischen zum beispiel, die auch muslime sind, aber im mittelalter grosse fortschritte in der wissenschaft gemacht haben. ich muss nochmal auf das beisiel bulgarien zurückkommen um das mit der kultur zu verdeutlichen. im 14 jahrhundert steht bulgarien als freies kaiserreich kurz vor dem eintritt in die renaissance, danach kommt dieses land unter eine 500 jährige türkische herrschaft, und der beginn der renaissance verzögert sich bis in die mitte des 19 jahrhunderts. und ich glaube es hat sich immernoch nicht viel verändert.
ich möchte mal pantera zitieren. du sagst über uns "die wir sowieso nur uns selbst als das Wahre ansehen (leider!)" das kann ich so nicht ganz unterschreiben, denn die aufgeschlossenheit gegenüber anderen kulturen ist (zumindest in regierungskreisen) in europa grösser als in der türkei.
ceep on creeping

-Orion- Offline

Godfather of Metal


Beiträge: 5.412

19.10.2004 16:28
#6 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

Der Grund für die Sachen mit dem Kopftuch ist da in der Türkei Staat und Kirche strenger getrennt sind.
Mir persönlich ist der Beitritt eigentlich recht egal,da die EU für mich eh ziemlich suck0rt
Vom Hörensagen soll es in großen Teilen der Türkei eigentlich recht "europäisch" und aufgeschloßen sein,nur halt in paar anderen Gebieten soll es recht konservativ sein,naja Bayern ist ja auch in der EU
Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist weiss ich nicht so recht,aber es soll einen hohen Wachstumsfaktor geben.
Achja Apropos Todesstrafe,sie soll offiziell schon sehr lange nicht mehr angewandt sein,in der Verfassung von Hessen gibts soweit ich weiß auch noch die Todesstrafe,sie wurde jedoch auch nicht angewandt.





"For the words of the profits,
Are written on the studio wall,
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Echoes with the sounds...
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panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

19.10.2004 16:54
#7 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

die hessische todesstrafe gibt es... sie ist aber nichtmal juristisch durchführbar, weil ...ka.. der staat mit dem seinen gesetzen über denen des landes steht... nagelt mich darauf nicht fest.. bin kein jurist... aber sowas in der art hab ich mal gelesen.

In Antwort auf:
denn die aufgeschlossenheit gegenüber anderen kulturen ist (zumindest in regierungskreisen) in europa grösser als in der türkei.

eben da ist der knackpunkt! den regierungen ist kultur so ziemlich scheiß egal... da muss das wirtschaftliche stimmen! alles was über kultur gesagt wird, dient dem "kommerz" - dem volke die ideen gut zu verkaufen.

ich hol mal ein bißchen aus:
was mich auch an die letzte musikwissenschaftsstunde erinnert... da hat der prof n zitat rangeholt, in dem jemand unsere europäische musik mit der anderer kulturen verglichen hat. das war so von 1870 ca. den wert der musik hat der mensch daran gemessen, welchen ambitus (tonumfang) die musik hat, ob und wieviele instrumente... wie es mit mehrstimmigkeit usw aussieht. so betrachtet, war die westliche musik die höchstentwickelste...
dann sind wir u.a. beim darwinismus angekommen.... der ja lehrt, dass wir menschen "Nachfolger" der Affen seien... Da uns aber jeder vernünftige Biolehrer schon davor gewarnt hat, uns als pure Nachfolger der Affen anzusehen, wissen wir, dass wir eigentlich nichts wissen!

Und genauso seh ich das mit der Musik... In manchen Kulturen gab es anfangs sowas wie 1/4-Ton-Musik.. aber es ist niedergegangen durch die Wandlung. Wir hier im "Westen" fangen seit dem 20. Jh. erst ernsthaft an, darüber nachzudenken.... 600 Jahre später....

Das übertrag ich jetzt einfach mal auf die Türkei-Geschichte: Man sollte es mit Wandlungs-Analogien nicht übertreiben. Und ich sage bewusst Wandlung und nicht Entwicklung. Denn eine Wandlung ist eine veränderung, die einfach geschiet. Eine Entwicklung wär etwas zielgerichtetes.. Aber niemand weiß ein Ziel.

Dass wir unsere westlichen ideale als so super und richtig ansehen, hat doch nur was damit zu tun, dass wir alles direkt vor die Nase gehalten bekommen.
Was aber, wenn wir es anders kennen würden? Vielleicht würden wir über viele Dinge des Westens so not-amused sein? Aber nein! Gut sind nur Länder, die sowas wie Demokratie und die Menschen-Grundrechte (auch nur UNSERE!) übernehmen und von uns lernen wollen. Aber sind die denn völlig zurückgeblieben? Am Beispiel Türkei sieht mans doch: Wir haben unser Muster, wie ein Land zu sein hat. Ganz abgesehen von wirtschaftlichen Aspekten - die sind ja unstrittig. Ich meine nur kulturelle. Aber eben deshalb, weil die Türkei anders tickt, was aber nicht schlimm ist, sollte man einmal die Wirtschaft ausblenden *politiker anpranger* und es bei einer Wirtschaftsbeziehung belassen.


(sorry, wenn das mit dem Exkurs in den Hochschulinhalt zu lang war.. aber es passte grad so irre gut in meinen Gedankengang)


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King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

19.10.2004 17:28
#8 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

Ich nehme es gleich mal vorweg... ich bin ein Junger Liberaler
Ich bin auch für die Aufnahme der Türkei in die EU, bzw. für Beitrittsverhandlungen, deren Ziel ein Beitritt in den 10er Jahren ist, wenn alle Anforderungen erfüllt sind.
So denke ICH aber.... nicht weil ich JuLi bin, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass es richtig ist mit der Türkei Gespräche zu führen.

Bei diesem Thema sollte man mal zwei Sachen getrennt voneinander sehen, weil sie auch wirklich nicht viel gemein haben: Türken in Deutschland, und Türken in der Türkei.
Wir kennen Türken als religionsvernarrt, kopftuchtragend und assimilationsbeständig. Nun fahrt mal in die Türkei, nach Istanbul. Und, rennen da alle Frauen mit einem Kopftuch herum? Nein, es ist sogar im öffentlichem Dienst verboten. Es ist ja noch nicht mal vorgeschrieben, laut Islam... sondern nur in der Interpretation vieler streng Gläubiger. Die Türken an sich sind viel weltoffener als ihre Landsleute in Deutschland.
Vielleicht kennt ihr ja die Theorie, dass mit zunehmendem Wohlstand die Säkularisation voranschreitet. Wir sind ein verdammt reiches Land, und wie halten wir es mit der Religion? Zwar sind ziemlich viele Leute hier Anhänger des christlichen Glaubens, rennen deswegen aber nicht bei jeder Gelegenheit in die Kirche, und machen die Religion auch nicht zum Maßstab für das Leben.

Gut, gehen wir weiter. Warum sind denn so viele Türken nach Deutschland gegangen? Weil es ihnen so gut ging in der Türkei, und sie aus Spaß nach Deutschland gegangen sind? Eher nicht. Diese Leute suchen hier ihr Glück, das sie in der Türkei nicht gefunden haben... vielleicht ja auch, weil sie schon damals wegen ihrer strengen Werte- und Religionsordnung ausgegrenzt wurden. Sicher ist es aber, dass sie hierher gekommen sind, weil sie hier Geld verdienen konnten.

Ich warne davor, die Türkei zu dem zu stempeln, was sie nicht ist. Okay, Korruption ist scheiße... aber geht mal nach Italien. Ist es dort besser? Trotzdem sind die Mitglied der EU. Folter und harte Gesetze? Muss nicht sein, klar... deswegen brauchen die auch Zeit bis zu dem 10er Jahren, um den Umschwung einzuleiten. Dass die den Ehebruchparagraphen nicht durchgebracht haben, zeigt doch schon die Bereitschaft Veränderungen einzugehen. Und nur mal so: Bis in die Neunziger hatte Österreich auch noch so einen Paragraphen, also: so what?
Die Armee muss dem Parlament eindeutig untergeordnet werden? Klar, sehe ich auch so... also muss auch da etwas geschehen.
Dafür hat die Türkei Zeit. Wird sie das nicht erfüllen, dann muss sie damit rechnen, dass es nichts mit einem Beitritt zum gewählten Zeitpunkt wird, und der Beitritt auf den Sankt Nimmerleins Tag verschoben wird.

Zur geographischen Sache: Liegt die Türkei zum Teil auf dem europäischen Kontinent? Na klar tut sie das. Zwar liegt sie auch in Asien, aber was zählt ist Europa. Das dazu. Erlaubt mir jetzt aber mal eine andere Frage: Was bringen uns eigentlich die Begriffsdefinitionen was Europa, was Afrika und was Asien ist? Irgendjemand hat das mal definiert... warum eigentlich? Warum ist das für uns so wichtig? MÜSSEN wir da unterscheiden? Irgendein kluger Mensch hat mal festgelegt, dass Europa links des Bosporus aufhört, und rechts des Bosporus Asien anfängt. Aha... warum? Was passiert, wenn ich über diese "Grenze" gehe? Wird aus mit ein anderer Mensch? Fuck, NO! Die ganze Welt predigt globales Denken, und Toleranz und Weltoffenheit. Ich finde es ziemlich arrogant, wenn man einfach bestimmt, dass etwas nicht zu "uns" gehört. Leben wir alle auf dieser Welt? Wir leben doch nicht auf den Planeten Europa, Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Einer radioaktiven Wolke, die bei einer Kernschmelze in einem israelischen Atomkraftwerk entsteht, ist es egal was wir Europa, Asien oder Afrika nennen... wie der Wind weht, folgt sie diesem, und weht über verschiedene Kontinente hinweg. Wir sind verdammt nochmal eine Welt!

Keine gemeinsame Kultur? Also solange sie angezogenen sind, sich nicht aus Spaß alle umbringen, oder weil sie hungrig sind, sich in einer Verbalsprache unterhalten, und nicht in einer Klicksprache, gehören sie für mich zu unserem Kulturkreis. Vielleicht nicht zum engeren Kulturkreis, aber wozu brauchen wir das denn schon? Wir schließen gerne andere Kulturen aus, weil sie nicht unsere spezielle Garde der Denker wie Goethe oder Kant hervorgebracht haben. Widersprechen wir uns da nicht? Wir identifizieren uns mit den großen Denkern, und grenzen uns deswegen von anderen ab.... obwohl diese Denker Weltoffenheit gepredigt haben. Paradox, nicht? Schon einmal daran gedacht, dass vielleicht auch andere Kulturen etwas Ähnliches haben? Es gibt sowas... ich kenne mich da zwar nicht genau aus, aber es ist so....... wir wissen nur nichts drüber, weil wir uns nur mit uns beschäftigen. Woran denken wir, wenn wir an große Sagen und Mythen denken? Vielleicht an Homers Odysseus? Wir meinen, dass das eine große Weltsage ist, und nichts dem nahe kommt. Schon einmal daran gedacht, dass es in Asien auch soetwas geben kann, dass es in Indien noch wesentlich fantastischere Mythen zu erzählen gibt? Wir wissen so wenig über die Welt, weil wir uns nur auf uns selber konzentrieren.
Auf der Welt sind wir einander fremd, jedoch unterscheiden wir uns nicht voneinander. Inder sind keine Aliens, Kameruner keine Menschen vom Mars. Türken sind vielleicht keine Europäer, aber sind wir denn Europäer? Was ist ein Europäer? Und was unterscheidet ihn von einem Menschen? Schluss mit der Kultur- und Geographiediskriminierung! Wir in der Europäischen Union haben uns ein informelles gemeinsames Rechtsverständnis gegeben, nach dem wir leben wollen. Nehmen wir andere Nationen und Menschen in diesen Raum auf, müssen sie sich dem anpassen, damit keine Ungerechtigkeit entsteht. Die Kultur jedoch spielt hier keine Rolle. Die Türken können meinetwegen von jetzt an jeden Tag um Punkt 7, 12 und 18 Uhr für 10 Minuten auf allen Vieren kriechen und laut bellen, und das zu ihrer Kultur erklären.... solange sie unsere Rechtsvorstellungen auf ihre Gesetze übertragen ist es mir egal was sie sonst so machen... und sei es das Kriechen auf allen Vieren!


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S.O.D Offline

ME†AL MESSIAH


Beiträge: 6.630

19.10.2004 18:08
#9 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

In Antwort auf:
das tut es sich doch...
da sind die vorurteile hier in deutschlnad leider größer, als das wissen.... klar.. es gibt traditionen...
aber mit einem kopftuch z.b. wird man in der türkei mittlerweile öfter schief angekuckt, als hierzulande! (hab ich zu meinem erstaunen mal so erfahren - haben hier im wohnheim auch 2 türken leben...)

Ich glaub du siehst das etwas falsch. Das ist in der Türkei doch auch nur in großen Städten wie Ankara oder Istanbul so. Geh mal in kleine Städte und Dörfer. Habe gerade vor 2 Tagen wieder einen Bericht über die Türkei bzw. über türkische Frauen gesehen die NICHT so leben wie es der von Männern ausgelegte Koran vorschreibt (z.B. Lesben). Und da sah man Szenen die waren furchtbar. Auf offener Strasse lag ein Frau – daneben saß ihr Mann und hinter ihm stand sein kleiner Sohn (max. 5Jahre). Die Frau ging fremd – und der Mann war in seiner Familienehre verletzt. Und was machte er – er hatte ein Messer in der Hand und stach immer und immer wieder auf seine Frau ein. Ins Gesicht – in den Bauch – dann schlitzt er ihr mit dem Messer den Rücken auf.
Und drum herum standen 100te und machte gar nix. Und sein Sohn musste sich das ansehen – das er sieht wie schlecht seine Mutter ist. Und so denken immer noch sehr viele Türken – hier bei uns – und auch in der Türkei selbst. Sorry – aber solche „kranke“ Menschen will ich nicht in der EU haben.

Vielen Türken ist die Familienehre 1000mal wichtiger wie ihre Frauen, Töchter und Schwestern. Blutrache ist bei denen leider eine Tat die immer noch alltäglich ist. Und glaubst du das dir eine Türkin die in einer sehr streng religiösen Familie aufgewachsen ist – so etwas erzählt.



Hier mal n Text den ich im Netz zum Thema Türkei in die EU gefunden habe.


schon vor knapp einem Jahr im WDR2-Standpunkt:

"Wer der EU beitreten will, muss die sogenannten Kopenhagener Kriterien erfüllen, das Kleine Einmaleins westlicher Staatskultur. Das sind Demokratie, Rechtsstaat, Marktwirtschaft und so weiter. Wenn es nur danach ginge, könnten demnächst vielleicht auch Botswana oder Bangladesch Mitglieder der EU werden, denn wer sagt, dass sie diese Kriterien nicht irgendwann erfüllen. Es muss wohl noch etwas anderes dazukommen, dass nämlich ein Staat europäisch sein muss, wenn er in eine Union aufgenommen werden will, die sich die Europäische nennt.

Ist die Türkei europäisch? Geographisch? Jaein. Kulturell? Nicht, dass ich wüsste. Sie gehört, trotz aller Abstufungen, doch wohl zur islamischen Welt. Und die unterscheidet sich erheblich von der europäischen, zum Beispiel in ihren Vorstellungen von der Rolle des Individuums, vom Verhältnis zwischen Religion und Staat. Hat irgendjemand Lust, mit einem islamischen Staat gemeinsam Justizpolitik zu machen?
Auch geschichtlich ist die Türkei kein Teil Europas. Das Osmanische Reich hat zwar lange europäische Länder beherrscht. Aber wenn man daraus einen Anspruch auf Zugehörigkeit zu Europa ableiten wollte, gehörten Frankreich und England in die Afrikanische Union.

Helmut Schmidt warnt seit langem vor einer türkischen Mitgliedschaft, indem er fragt, wie die EU auf die Idee kommen könne, sich freiwillig zum direkten Nachbarn von Syrien, dem Iran, dem Irak und Georgien zu machen, mit der Folge, in Konflikte dieser Region unmittelbar hineingezogen zu werden. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Amerikaner die Türkei in die Union hineinzuzwingen versuchen - aus ihren sicherheitspolitischen Interessen, nicht aus Liebe zu Europa.

Es fehlt seit Jahren an Klarheit bei diesem fundamentalen Thema der Grenzen der Europäischen Union. Kaum jemand hat den Mut zu ehrlichen Entscheidungen. Statt dessen wurschtelt man vor sich hin, auch gegenüber der Türkei. Und man lügt, dass sich die Balken biegen. "

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der gefragte islam-experte peter scholl-latour sagte neulich zu diesem thema: "die folge eines beitritts der türkei in die eu wäre nicht die europäisierung der türkei, sondern die islamisierung europas."

die türkei wäre nicht nur das größte land der eu, die türken (bedenkt man die türken in den anderen eu staaten) wären auch die größte bevölkerungsgruppe.

bedenkt man ausserdem, daß der gewählte regierungschef ein ehemaliger extremer -jetzt moderater- islamist ist, teile ich die auffassung von scholl-latour.
EU-Beitritt der Türkei bedeutet den Import von 10 000 000 arbeitslosen
Türken



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panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


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20.10.2004 01:19
#10 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

*neues fenster aufmach*
so.. dann les ich mir mal fleißig alles durch! :) *gepannt is*

***

In Antwort auf:
Zur geographischen Sache: Liegt die Türkei zum Teil auf dem europäischen Kontinent? Na klar tut sie das. Zwar liegt sie auch in Asien, aber was zählt ist Europa. Das dazu. Erlaubt mir jetzt aber mal eine andere Frage: Was bringen uns eigentlich die Begriffsdefinitionen was Europa, was Afrika und was Asien ist? Irgendjemand hat das mal definiert... warum eigentlich? Warum ist das für uns so wichtig?

Also die kulturellen Differenzen (nicht wertend betrachtet!) sind doch nun wirklich nciht zu verleugnen! Ich bitte Dich King! :-) Und dass wenn Du selbst n anderer Mensch wirst, wenn Du eine Grenze überschreitest, hat auch nie jemand behauptet. Aber zum Thema Grenze: Der Übergang ist natürlich fließend... nur irgendwann muss ja auch mal eine Grenze erreicht sein....und für mich ist sie aus der Mitte in Richtung Südosten betrachtet entweder vor oder hinter der Türkei... da geografisch betrachtet zwar dei Türkei auch europäisch ist, jedoch nur zu einem KLEINEN Teil, wäre es aus der Sichtweise eher asiatisch (auch wenn die türkische Halbinsel mal vor Millionen oder gar Millarden ohne Wasserteilung an Griechenland war. Dieser Punkt veranlasst mich ja aber nicht zu meinem derzeitigen (also noch nicht festgelegten) allgemeinen Standpunkt! ^^

In Antwort auf:
Die ganze Welt predigt globales Denken, und Toleranz und Weltoffenheit. Ich finde es ziemlich arrogant, wenn man einfach bestimmt, dass etwas nicht zu "uns" gehört.

Halt stop! Überhol Dich nicht selbst - am besten rückwärts! :)
wir denken global und finden, dass wir alle zusammen auf diese Erde gehören.. aber deshalb ist noch längst nicht die ganze Welt europäisch. Es geht ja nicht um generelle Akzeptanz der Türkei. Es geht auch nicht um die Türken im Einzelnen. Es geht nur um die Frage, wie europäisch ist die Türkei und ihr Volk... denn europäisch ist an der Türkei IMO z.b. nur ein kleiner Teil... oder will man sowas wie Ehrenmitgliedschaft einrichten? Wir sind eine Welt, ja. Wir sind auch von den Grundausstattungen her alles gleiche Körper... aber unsere Köpfe ticken nunmal verschieden auf der Welt. Ganz egal, ob die Atomwolke nun über allen rumflattert oder nicht. ^^

und zu den kulturen kann ich selbiges sagen: wenn man gegen einen Türkeibeitritt sein sollte, weil man deren kulturelle oder geschichtliche Einflüsse für minderwertig hält, ist Deine aussage sicher gut! Aber wenn wir eine hippie-union mit allen machen wollen, die irgendwas tolles haben.. dann kommen eben nochmal wieder indien und türkei ebenfalls mit rein... hat aber nix mehr mit europäischer union zu tun. und das beispiel mit dem umbringen und nicht-angezogen-sein is ja nun auch übertrieben. seeeehr weniger kulturen sind soooo extrem anders. aber man muss auch mal sehen, dass so wie die kulturelle bandbreite der EU DERZEIT ist, in einem für uns normalen Rahmen bleibt... eben weil unser bewusstsein durch europäische länder geprägt ist. selbst griechen haben auf uns eine sehr europäische wirkung, obwohl sie eigentlich türkei-nachbarn sind. warum, frag ich mich grad auch... *hm*

ach und jez, wo ich S.O.D.'s geposten Beitrag vom WDR2 lese... eigentlich sagt der ja auch schon genug! ^^ *hehe*
das mit der islamisierung europas find ich zwar etwas extrem übertrieben.... aber der grundgedanke gleicht sich.


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JasoN Offline

Overkill Member

Beiträge: 549

20.10.2004 14:34
#11 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

Ich bin momentan gegen einen Beitritt der Türkei, denn ich denke die EU ist schon genug gewachsen in letzer Zeit. Man sollte schon erstmal die neuen Länder in die EU integrieren und überhaupt mehr Einigkeit innerhalb der Union schaffen, bevor man über den Betritt neuer Länder nachdenkt. Man darf aber auch nicht vergessen das es ja jetzt erstmal nur um die aufnahme von Verhandlungen geht und noch lange nicht um einen konkreten Beitritt der Türkei! Es wird schon auch viel angst verbreitet indem man vor einer Islamisierung warnt u.s.w., da muß man schon abwägen ob gewisse Dinge nicht einfach übertrieben werden. Wie SOD schon geschrieben hat liegen aber schon noch einige ding in der Türkei im argen die erstmal grundlegend geändert werden müssen. Das dies allein durch Betrittsverhandlungen besser wird ist zu bezweifeln, denn ich glaube nicht das sich die Weltanschauung der meisten Leute da, durch politische Beschlüsse ändern wird.




"Woe to you, Oh Earth and Sea, for the Devil sends the
beast with wrath, because he knows the time is short...
Let him who hath understanding reckon the number of the
beast for it is a human number, it's number is Six hundred and sixty six."


panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

20.10.2004 15:59
#12 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

In Antwort auf:
denn ich glaube nicht das sich die Weltanschauung der meisten Leute da, durch politische Beschlüsse ändern wird.

eben und warum sollte sie das?
nur weil wir denken, dass wir die richtige weltanschauung haben?

Empfehlenswert, grandios, toll:

Mitglied im Skatoons-Streetteam

creeping schleichi Offline

Phantom Member


Beiträge: 276

20.10.2004 17:33
#13 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

estmal zu king, ein argument in deinem text ist dass wir, die uns an westliche denker und philosophen orientieren, mehr offenheit gegenüber anderen kulturen zeigen sollen. im allgemeinen wollte das auch pantera sagen, mit seinem beispiel musik. natürlich können wir auch nicht wirklich richten welche kultur nun die bessere ist, welche musik besser ist -die komplexe musik bachs, oder die musik der australischen eingeborenen. wir können aber subjektiv behaupten, dass wir lieber in der westlichen zivilisation leben würden, als in einer welt von vor 1000 jahren. nur weil man weltoffen ist muss man nicht seine identität aufgeben.
und 1990 ist auch die DDR der BRD beigetreten, indem sie dem einflussbereich des deutschen grundgesetzes beigetreten ist. und nicht umgekehrt. da hätte man doch auch für mehr weltoffenheit plädieren können und sich dem kommunistischen system gegenüber toleranter verhalten können. warum sollte das mit den türken anders laufen.

zu den wirtschaftlichen vorteilen von denen pantera in seinem ersten beitrag spricht, welche genau sollen das sein?
und gegen das argument der gemeinsamen grenze mit ländern wie iran oder irak könnte ich auch nichts sagen.
also mal kurz: kann mir jemand begründen welche vorteile für die EU entstehen würden bei einem türkeibeitritt, weil die argumentation speziell von king nothing ist ja mehr in der richtung "warum nicht"
ceep on creeping

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

20.10.2004 18:08
#14 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

Ich habe nicht viel Zeit... daher die Frage: Wenn die Frage bei der Erweiterung der Europäischen Union ANDERS lauten würde als "Warum nicht?", wieso sind dann Lettland, Estland und Litauen in der EU? Was bringen uns diese Länder im ökonomischen Sinne? Dass Russland jetzt hohe Zölle zahlen muss, wenn sie aus der Exklave Königsberg ins Hauptland fahren, oder anders herum? Wohl nicht, denn den Russen wurden schon Sonderzölle versprochen, dadurch, dass das Baltikum jetzt europäisch ist.

Europa ist eine Idee... zumindestens jetzt. Am Anfang war es rein wirtschaftlicher Natur, aber jetzt entwickelt es sich zum einem ideellen Bündnis. Und warum sollte da die Türkei nicht rein? Europa ist das, was wir dazu machen! Nicht was andere Leute vor Jahrhunderten vorgegeben haben.
Wieso habt ihr vor einer Islamisierung Angst? Ist es bei euch mittlerweile so weit gekommen, dass Terroristen euer Islambild bestimmen? Think again! Damals wurde Deutschland in ein europäisches Bündnis genommen, obwohl der Krieg nicht lange zuende war... es saßen immer noch Alt-Nazis in hohen Positionen. Aber man hat Deutschland eine Chance gegeben. Gebt der Türkei darum auch eine Chance. Grenze zum Irak? Stellt euch vor: Vor 15 Jahren hatte die EG eine gemeinsame Grenze mit dem kommunistischen Ostblock! Das Argument Irak ist leider keines. Und die Türkei kommt auch nur in die EU, wenn sie ihre Grenzen vernünftig sichern kann... oder der freie Waren- und Personenverkehr wird auf ein Datum nach dem Beitritt verschoben, wie derzeit am Beispiel Polen zu sehen ist. Die müssen erstmal vernünftige Grenzen aufbauen, dann klappt das auch mit der Freizügigkeit.

Warum ist Griechenland Europa? Das fragst du doch nicht im Ernst, panteraxxl, oder? Wo kommt denn die Bezeichnung Europa her? War das nicht die hübsche Dame, die Zeus in Gestalt eines Stiers angebaggert hat? Na, klingelt's?
Außerdem prägten griechische Wörter und deren Kultur auch den Rest Europas.
Mal nebenbei: das Byzantinische Reich, Teil und später Nachfolger des römischen Imperiums befand sich wo? Richtig, auf großen Teilen der heutigen Türkei. Später wurde Byzanz, bzw. Konstantinopel, von den Osmanen erobert, und hieß fortan Istanbul. Soviel zur gemeinsamen Kultur. Die Hagia Sophia war sogar eine Zeit lang die größte Kirche der Welt, wenn auch Orthodox. Noch heute ist Istanbul das Zentrum der christlichen Orthodoxie!

Das soll jetzt erstmal genügen... wie gesagt: meine Zeit ist knapp, sonst wäre dieser Text länger aus ausführlicher!


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panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

20.10.2004 20:30
#15 RE: EU-Beitritt der Türkei? Antworten

puuuuh

In Antwort auf:
Wenn die Frage bei der Erweiterung der Europäischen Union ANDERS lauten würde als "Warum nicht?", wieso sind dann Lettland, Estland und Litauen in der EU?

das frag ich mich manchmal auch.. aber dann komme ich auf die glieche antwort wie du: die europäische idee! und daraus folgt, dass diese länder deutlich europäischer veranlagt sind....

In Antwort auf:
ieso habt ihr vor einer Islamisierung Angst? Ist es bei euch mittlerweile so weit gekommen, dass Terroristen euer Islambild bestimmen? Think again!

davon hat hier ja keiner gesprochen... angst hab ich bei der ganzen geschichte eigentlich eh vor gar nichts... das hat nur der schmidt (oder wer das noch gleich war) in S.O.D.'s Beitrag geschrieben... keine äpfel mit birnen vergleichen! :)
auch der vergleich mit der chance ist ein apfel-birnen-vergleich. deutschland ist im zentrum europas... uns kann man eine gewisse europäische prägung nicht abstreiten... somit war es auch relativ leicht, über kurz oder lang, deutschland in europäischen organisationen zu etablieren. und dass die chance schnell kam,s ollt eman hoch wertschätzen. aber inwiefern würde man der türkei eine chance geben? die waren vorher genauso so wenig oder doll euopäisch wie jetzt... sie haben nichts schlicmmes spezielles verbrochen, als dass das jetzt mit chancengebung und vergebung zu tun haben könnte.

In Antwort auf:
Warum ist Griechenland Europa? Das fragst du doch nicht im Ernst, panteraxxl, oder? Wo kommt denn die Bezeichnung Europa her? War das nicht die hübsche Dame, die Zeus in Gestalt eines Stiers angebaggert hat? Na, klingelt's?

doch natürleich weiß ich das... daran hab ich selbst schon gedacht, bevor ich mich gefragt habe, warum wir griechenland als so europäisch ansehen... aber nur weil da n paar geschichten die namensgeber sind, hat das ja ncihts mit dem heutigen lebensgefühl zu tun, oder? der kernpunkt der frage ist einfach: wir sehen Griechenland im gros als europäisch an, aber die Türkei nicht mehr... Und wenn wir es nicht an Einstellungen, Gesetzen, Religion und geografischer Lage beurteilen... woran dann? Die Türkei ist ein wertvolles Land - keine Frage.... aber mal ganz ehrlich: findest du, dass das wirklich noch was mit der von dir genannten europäischen Idee zu tun hat, ein interkontinentales Imperium aufzubauen?
so toll es auch wäre, den bosporus zur EU zählen zu können... und quasi (als EU) selbst bestimmen zu können, wie dort die handelswege funktionieren... usw usf.
Wie ist das eigenltich mit Grönland...? das gehört doch zu Dänemark und müsste damit auch in der EU sein oder? soll kanada als nachbar jez am besten auch noch in die EU, weil wir ja tolerant sind und ne ganze menge leute von dort auch europäische wurzeln haben? juhu, dann kommen die USA und Kuba auch bald in die EU! *juhu*

In Antwort auf:
Mal nebenbei: das Byzantinische Reich, Teil und später Nachfolger des römischen Imperiums befand sich wo? Richtig, auf großen Teilen der heutigen Türkei.

Mal nebenbei: Die türkischen Bevölkerung hat aber gar nichts mit dem Byzantinischen Reich zu tun! ^^ das hat sich ja später erst dorthin bewegt... oder sind die europäer und afrikaner, die nach Nordamerika gekommen sind, jetzt auch alle Indianer? nein! folglich hinkt der vergleich....

Empfehlenswert, grandios, toll:

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