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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 262 mal aufgerufen
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~|~ Offline

Heavy Metallifux

Beiträge: 1.412

11.03.2006 22:00
kt tunstall Antworten

vielleicht kennt ihr die dame vielleicht nicht. hab mal eine review auf arte gesehen und war begeistert. sie hat auch eine geniale geschichte und macht wirklich gute (handgemachte) musik.
als ich heute abend auf rolling stone gesurft bin habe ich ein video von ihr gefunden und da sieht man wie sie arbeitet: wahnsinn:

video (mit werbung)

und hier alle videos: http://www.rollingstone.com/videos/video/_/id/9215710

zu ihr kann ich vielleicht später noch was sagen, aber der link ist einfach gut.


-Orion- Offline

Godfather of Metal


Beiträge: 5.412

12.03.2006 12:09
#2 RE: kt tunstall Antworten

Naja,richtig "handgemachte" Musik sieht für mich ein wenig anders aus.
Das ganze hat zwar einen gewissen Charme,aber ich weiss nicht ob so eine Performance mit nur einer Person auf Dauer gutgeht.Der Song erinnert mich übrigens etwas an Alanis Morissette.





Ti faro' male in posti che nessuno potra' mai vedere...NESSUNO!
In posti che ti faranno male per il resto della tua vita!


~|~ Offline

Heavy Metallifux

Beiträge: 1.412

12.03.2006 22:00
#3 RE: kt tunstall Antworten

das tut sie ja nicht jedes mal. das war nur so ne idee für rolling stone. normal hat sie ne ziemlich geile band auf der bühne. lustig ist dann wenn sie sich mit dem schlagzeuger ein duell um seine und an seinen drums liefert. ziemlich beeindruckende frau.


~|~ Offline

Heavy Metallifux

Beiträge: 1.412

29.03.2006 09:53
#4 RE: kt tunstall Antworten

vielleicht bedarf es etwas bildmaterial, um euch ein wenig zumindest auf den geschmack zu bringen:

hier dazu der artikel auf spiegel online:

In Antwort auf:
Was ist Folk?

Von Christoph Dallach

Lange hat sie an Straßenecken ihre Songs zur Gitarre vorgetragen. Doch nun hat die Folksängerin KT Tunstall einen Brit Award gewonnen und verschafft den einst verpönten Lagerfeuerliedern wieder mehr Gehör.

Die Frau mit der großen Gitarre auf der Bühne der Pariser Konzerthalle Olympia entspricht dem blöden Klischee einer Folk-Bardin: Zu ausgelatschten Gesundheitsschuhen trägt sie sackartige schwarze Hosen, einen übergroßen verfilzten Pullover und eine, nun ja, zu dick umrandete Brille. "Ich habe mich über den 'Folkie-Hobbit-Look' auch immer schiefgelacht", sagt KT Tunstall, 30. " Aber es ist eine wirklich sehr bequeme Arbeitskleidung."

Allerdings nur für den Soundcheck. Zwei Stunden später erinnert sie nicht mehr im Geringsten an einen Hobbit. Fürs Konzert trägt sie eine schicke schwarze Bluse, Rock und Stiefeletten. Die Stylistin, die schnell noch mal ihr Gesicht gepudert und das Haar hübsch arrangiert hat, ist gerade aus der Tür. Nun sieht sie glamourös aus - wie es dem Klischee eines Popstars entspricht.

Sie ist schließlich auch ein Popstar, denn in den vergangenen Monaten ist KT, die eigentlich Kate heißt, groß herausgekommen. Ihr im vergangenen Jahr erschienenes Debütalbum "Eye to the Telescope" (Virgin/EMI) hat sich zum Überraschungsrenner entwickelt. Allein in Großbritannien hat sie mehr als anderthalb Millionen Platten abgesetzt und damit Titanen wie Madonna oder Mariah Carey abgehängt. Dass sie im Februar dieses Jahres dann noch mit einem Brit Award, dem englischen Musik-Oscar, ausgezeichnet wurde, macht ihren Triumph perfekt.

Und obwohl "Eye to the Telescope" in England immer noch oben in den Charts rangiert und auch im Rest der Welt gut läuft, legt Tunstall Anfang Mai bereits das nächste Album nach. Eine reine Akustik-Platte, die sie auf einer winzigen schottischen Insel am 30. Dezember, also an einem einzigen Tag, eingespielt hat. "Ich brauche keine Technik, nur eine Gitarre. Spontaneität ist das Wichtigste", sagt sie.

Vielleicht weil KT Tunstall ihre oft schwungvoll eingängigen Nummern selbst verfasst und darin akustische Gitarren erklingen lässt, hat man ihr in der britischen Heimat flugs einen Trend angehängt. "KT Tunstall and the New Folk Revival" titelt das englische Fachmagazin "The Word" in seiner März-Ausgabe. Auch dem "Guardian" war "der Kampf um die Seele des britischen Folk" bereits eine längere Geschichte wert.

Der Trend ist diagnostiziert, nur auf den Namen haben die Magazine sich noch nicht geeinigt: Nu-Folk, Alt-Folk, Weird-Folk, Post-Folk, Acid-Folk und Folktronica. Zum Glück hat der Wirbel auch Substanz. Die Popularität des eigentlich maximal öden Folklore-Genres wächst seit Jahren. Obwohl Folk ein so uncooler Begriff war, dass man ihn kaum aussprechen mochte, verkündete die "Times" bereits vor zwei Jahren: "The f-word has never been cooler."

Das belegen, wie so oft, zunächst die Londoner Clubs, in denen DJs Folklore-Abende veranstalten. Für einen davon ist der britische Pop-Hipster Bob Stanley von der Band Saint Etienne mitverantwortlich. Unter dem Motto "Swadling Songs" spielt er dort Platten von alten Folk-Rockern wie Pentangle oder der Incredible String Band. Dazu tanzt zwar keiner, aber man sieht entspannte junge Menschen mit versonnenen Blicken herumsitzen. Da kann man sich auch nicht mehr darüber wundern, dass John Martyns alte Folk-Nummer "Solid Air" zum Programm vieler Ambient-DJs zählt.

Auch die Wiederkehr der britischen Folk-Legende Vashti Bunyan zählt zu den erstaunlicheren Pop-Ereignissen. Sie nahm vor 37 Jahren ein mythenumwobenes Debütalbum fragiler Wald-und-Wiesen-Lieder auf - der Ebay-Preis für ein Original liegt bei mehr als tausend Euro - und verzog sich danach aufs Land. Im vergangenen Jahr ließ sie sich zum ebenso wunderbaren Nachfolgewerk "Lookaftering" überreden, bei dem ihr Nachwuchskräfte wie Devendra Banhart und Espers zur Hand gingen. Die erste Tournee ihrer kuriosen neuen Karriere ist für dieses Frühjahr geplant.

Aber tatsächlich spannend macht diese neue Folk-Begeisterung eine frische Generation von Musikern, die von dem Genre hörbar beeinflusst sind. Einerseits zählen dazu junge Traditionalisten wie Alasdair Roberts oder die Schotten von The Fence Collective - eine Nachwuchs-Gang, zu der bereits James Yorkston, King Kreosote und KT Tunstall gehörten. Sie schreiben Lieder, die vor 50 Jahren als zeitgemäß durchgegangen wären. Und dann sind da andererseits die Modernisierer, die akustisch gespielte Songs mit knisternder Laptop-Elektronik kreuzen. So wie Psapp oder Four Tet.

Eine Vorliebe für Musiker mit langen Bärten und Lieder über Einhörner lässt sich schwer vereinbaren mit moderner Lässigkeit.

Zum Einstieg in diesen schönen Wirrwarr an Künstlern und Stilen eignen sich CD-Sampler, unter denen es einige gelungene gibt: Die alten Meister hat Bob Stanley auf "Early Morning Hush" gesammelt, einen Satz unterhaltsamer Experimente bietet "Future Folk".

Von einem Revival will KT Tunstall trotzdem nichts wissen, weil Folk ja nie weggewesen sei, behauptet sie. Aber die "deutlich erhöhte Aufmerksamkeit" freut sie natürlich trotzdem. Sie kann sich noch gut daran erinnern, wie peinlich ihr die Zuneigung zu dieser Musik lange gewesen ist. Denn Musiker, die oft Sandalen und Bärte tragen und Lieder über Einhörner singen, lassen sich schwer vereinbaren mit moderner Lässigkeit. Das Spannende am britischen Folk sei aber gerade die Tradition, sagt sie. "Folk ist geheimnisvoll. Songs mit oft wunderbaren Melodien werden da oft mit merkwürdigen Texten verbunden. So nach dem Motto: Gehe nicht in den Wald, da lauern finstere Mächte!"

Tunstall erinnert an die Folk-Vergangenheit von Bob Dylan, an die harten Rocker von Led Zeppelin, die sich ausgiebig beim Folk bedienten und jüngere Avantgarde-Rocker wie Nick Cave, Stephen Malkmus und Thurston Moore, die auch bekennende Fans sind. "Die Magie dieser Musik liegt in ihrer unverfälschten Authentizität. Unabhängig von Computertechnik können Menschen wie ich nur mit einer Gitarre einen Laden unterhalten. Und das ist immer wieder faszinierend", sagt sie.

Auch wenn der Erfolg von KT Tunstall jetzt märchenhaft rasant erscheint, hat die Künstlerin eine Ewigkeit in Cafés, U-Bahn-Stationen und an Straßenecken darauf hinarbeiten müssen. Zur Welt gekommen ist sie im schottischen Edinburgh. Ihre Mutter, eine halb chinesischstämmige Tänzerin, gab sie nach zwei Wochen zur Adoption frei. Großgezogen wurde sie dann von einem Physiker und einer Grundschullehrerin. Ihre erste Band gründete sie mit 17 Jahren während eines Schulaustauschjahres in Amerika und beschloss danach, es als Profi zu probieren. Jahrelang passierte wenig. Sie schrieb Lieder, musizierte in diversen Bands wie The Fence Collective - nur ein Plattenvertrag blieb aus.

Irgendwann war sie 27, und ihre Eltern verloren die Geduld. Sie fürchteten, dass ihre Tochter mit 40 wieder daheim einziehen würde - "pleite und verbittert". Ihr Selbstbewusstsein konnte das nicht erschüttern. "Ich wusste immer: Ich bin gut und suchte das Problem woanders." Sie wechselte die Frisuren, die Liebhaber und Bandmitglieder. Und wenn nichts mehr half, zog sie eben um.

Aufgeben wollte sie an ihrem 30. Geburtstag, "das war meine Deadline". Sechs Monate davor erschien ihr Debütalbum.

In diesem Jahr will sie noch in Amerika groß rauskommen, sagt sie. "Ich rede gern so begeistert über mich", sagt sie. "Wenn mich das zu einer durchgeknallten Egozentrikerin macht, auch gut."

Durchgeknallt und egozentrisch sind übrigens auch Eigenschaften, die sich geschmeidig ins Bild des Popstars einfügen.




King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

29.03.2006 16:08
#5 RE: kt tunstall Antworten
Das Bild von ihr auf der Titelseite des Kulturspiegels ist aber besser!

Werde mich mal beizeiten mit ihr beschäftigen. Klingt ja mal wieder nach einem Fall für den untruesten User in diesem Forum!


oh sing of summer and a sunset / and sing for us, so that we may remember /
the day writes the words right across the sky / they all go all the way up to the top of the night

kate bush - sunset

King Nothing

note: r.i.p. martin wilke!
contact: philkramer@gmx.de | ICQ: 124973342 | mein blog

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