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Dieses Thema hat 124 Antworten
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King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

22.10.2009 00:00
#16 RE: Die FDP Antworten

Völkerrechtswidrig ist es nicht, wenn Zivilisten in einem Krieg ums Leben kommen... denn es lässt sich nie ausschließen. Absichtliches Töten von Zivilisten ist dagegen natürlich höchst völkerrechtswidrig. Natürlich ist es nie gut, wenn Zivilisten ums Leben kommen, es macht Kriege daher eventuell auch moralisch angreifbarer - aber nicht völkerrechtswidrig.

Zitat von puppetmaster
Ich weiß nicht, ob Du einfach verstehen kannst, das es Leute gibt, die sich mit dieser Regierung nicht identifizieren können und damit ein derbstes Problem haben.

Ich kann sehr, sehr gut verstehen, dass man sich nicht damit identifizieren kann. Das ist auch gut so, denn eine Demokratie wäre das ja wohl kaum, zumindest eine sehr gefährliche Form der Demokratie, wenn Meinungen nicht gegen andere Meinungen konkurrieren. So weit, so gut. Was ich nicht verstehe ist, warum Leute so extremst ausflippen. Selbst wenn Rot-Rot die BRD regieren würde, würde ich mir keinen Strick nehmen, oder - wie ich so oft in den Tagen nach der Wahl im Web 2.0 gelesen habe - gar auswandern. Das sind lächerliche, unreife Kommentare, die total abgehoben sind. Dieses Land wird schon nicht vor die Hunde gehen, wenn einige der großen demokratischen Parteien dieses Land regieren. Vielleicht wird es uns besser oder schlechter gehen, aber es wird verdammt noch mal keine Katastrophe geben. Es liest sich ja an allen Ecken und Enden so, als würde Koks für Banker legalisiert und steuerbefreit, während Arbeiter 12 Stunden pro Tag im Gulag schuften müssen.
Es ist alles okay, wenn jemand Schwarz-Gelb nicht mag... ich mag die Ampel, und Rot-Rot(-Grün) nicht. Tatsache ist aber, dass nach 4 Jahren dieses Land verdammt noch mal steht. Bis dahin sollte man vielleicht warten, oder zumindest bis echte Beratungen über Gesetzesvorlagen im Bundestag stattfinden.

Zitat von puppetmaster
Soziale Gerechtigkeit ist nunmal kein Gütesiegel der FDP, das fängt schon damit an, das Kurzarbeit gefördert wird, Banken finanziert werden und die Pflegeversicherung komplett auf Kappe der Arbeitnehmer gehen. Danke FDP!

1. Ja, stimmt... aber dazu komme ich noch
2. Was hatten wir für eine andere Wahl? Kein Politiker hätte sich dagegen wehren können. Außerdem hat die FDP damals doch gar nicht regiert. Also hat sie auch nichts damit zu tun, obwohl sie wohl das gleiche getan hätte. Selbst Josef Ackermann fordert doch Regelungen, die die Banken unabhängiger von der Gesamtwirtschaft machen. Es ist reiner Populismus, wenn man dagegen stänkert dass Banken so viel Geld erhalten. Wenn wir auch noch morgen unser Gemüse im Supermarkt kaufen wollen, anstatt es im Garten anbauen MÜSSEN, dann ist es wichtig die Banken zu stützen... es geht im Moment nicht anders. Auch ich bin dafür das zu ändern, auch die FDP hat eine stärkere Bankenaufsicht noch VOR der Krise angemahnt (was jetzt auch endlich durchgesetzt wird - hoffentlich auch vernünftig)
3. Pflegeversicherung? Waaaas für ein Üüüüübel. Im nächsten Jahr werde ich zum ersten Mal Lohnsteuern zahlen, weil ich dann zum Glück raus bin aus staatlicher Alimentierung mit Bafög, Kindergeld und 400€-Job. Das bedeutet, dass ich..... 18,38€ in die Pflegeversicherung einzahlen werde. Da lache ich doch drüber, wenn ich mir anschaue was mich Krankenversicherung, Rentenversicherung, Steuern & Co. kosten werden. Wäre eine paritätische Abgabe gerechter? Vielleicht, aber es gibt wahrlich wichtigeres, als sich über so eine Kleckersumme zu streiten. Ich würde mich z.B. viel mehr über einen niedrigeren Eingangssteuersatz freuen.

Nochmal also zu 1.: Mit der sozialen Gerechtigkeit ist es immer so eine Sache. Es gibt tausende Definitionen, und ich bin mir sicher dass du eine andere hast, als ich. Soziale Gerechtigkeit kann Politik sein, kann gesellschaftlicher Zustand sein, Alimentierung, Förderung, Forderung. Die Meinungen gehen quer durchs politische Spektrum auseinander. Es lohnt sich bei so einem diffusen Begriff genauer hinzuschauen und undogmatisch zu sein. Denn sozial gerecht ist es nicht immer, nur weil man einer Maßnahme diesen Namen gibt, oder seiner Partei oder seinem Programm den Namen "Sozial......" gibt.
Ich gebe dir ein Beispiel, was konkret für mich gerecht ist: Als ich in diesem Sommer nach Jobs gesucht habe, gab es mit meinem Arbeitgeber lange Beratungen darüber, ob man mich übernehmen könne. Ich arbeite für eine mittelständische, inhabergeführte Kommunikationsagentur, also mitnichten für ein multinationales Heuschrecken-Klischee. Da ich u.a. die Buchhaltung vorbereite und über Auftragseingänge sehr gut informiert bin, weiß ich dass mein Arbeitgeber mir nicht mit gutem Gefühl einen Arbeitsvertrag geben kann, der auf ein Jahr befristet ist. Weniger geht nicht, weil es die Gesetzeslage nicht zulässt. Dazu kommen tausende Abgaben und Steuern, die es Mittelständlern nicht einfach machen. Aber gerade die stellen die meisten Jobs in Deutschland. Mein Chef könnte und würde mehr Leute einstellen, wenn er die Mittel dazu hätte. Bürokratieabbau und eine Steuerreform würde ihm dabei helfen, und mir ermöglichen einfacher einen Job zu finden. Zum Glück gelten keine strenge Regeln für Traineeships, also komme ich jetzt ein halbes Jahr in der Agentur unter, und wenn sich die Auftragslage bessert wird mein Vertrag verlängert.
Chancen auf einen Job - das ist für mich sozial gerecht. Mehr vom Geld zu haben ist sozial gerecht. Maßvolle staatliche Eingriffe gegen Ausbeutung von Arbeitnehmern sind sozial gerecht. Der Mindestlohn ist es nicht, zumindest nicht der deutschlandweite, branchenübergreifende Mindestlohn. Der treibt in einzelnen Fällen die Lohnkosten einfach nur höher, Produkte werden teurer, das "Mehr" in den Taschen der Bürger verschwindet wieder, bzw. verkehrt sich ins Minus und die Inflation geht kräftig nach oben. Der Staat maßt sich zu oft an es besser zu wissen als Arbeitnehmer- und Arbeitgebervereinigungen. Der Staat weiß es oft einfach nicht besser. Die Wege sind zu lang, jeder pfuscht daran rum, faule Kompromisse sind die Regel. Schon mal staatliche Verwaltung von innen mitbekommen? Ich schon... kein idealer Ort, dem ich gerne ein Bahnunternehmen oder einen Telekommunikationskonzern anvertrauen möchte. Der Staat kann halt nicht alles. Das macht alles komplexer, weil man nicht mehr auf einen (die Politik) schimpfen kann, aber manche Dinge sind bei Experten besser aufgehoben, als in einem System des Ausgleichs, endloser Debatten und Stellvertreterkriege in Gesetzesform.



HeTill Offline

Admin, Inc.

Beiträge: 7.699

22.10.2009 19:28
#17 RE: Die FDP Antworten

In Antwort auf:
'Nur meckern SPD und Grüne, wenn CDU und FDP Schulden machen,



Gegen das sinnvolle Schuldenmachen in Krisenzeiten hat keiner was. Steuerentlastungen, die die Mehrheit der Bevölkerung NICHT betreffen, sind gerade in Krisenzeiten völliger Blödsinn. Entlastungen für Geringverdiener oder Nichtverdiener stimulieren den Wirtschaftskreislauf. Es ist völlig pervers Besserverdiener Steuern zu erlassen, wenn diese das Geld dann anlegen und sich der Staat bei den Banken wieder Geld leihen muss.

In Antwort auf:
Aber NOCH höhere Steuern und Ausnahmeregelungen


Haha! Ein bisschen mehr Geschichtskenntnisse hätte ich dir schon zugetraut. Wie hoch waren die Steuersätze nochmal unter Schwarz-Gelb in den 90ern? Diese dauernde Steuersenkungsspirale ist falsch - und da hat auch Rot-Grün einen Fehler gemacht.

Nachtrag:
Zwei Forderungen der FDP finde ich aber gut: Wehrdienst abschaffen und Uhrumstellung abschaffen, allerdings NUR wenn dauerhaft Sommerzeit bleibt (will die FDP ja auch so). Zum Uhrumstellen ist die FDP anscheinend gerade noch zu gebrauchen .


King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

22.10.2009 19:56
#18 RE: Die FDP Antworten

*lol*
Mir mit Geschichte kommen, wenn es um aktuelle Politik geht? Noch realitätsfremder geht es ja wohl kaum. Es geht um das hier und jetzt. Aber das interessiert die SPD ja nicht, denn da singt ja jeder noch Arbeiterlieder zusammen mit Willy Brandt und Kurt Schumacher, während Philipp Scheidemann das Fenster aufmacht, um mal ordentlich durchzulüften. Bei all dem Zeitumstellungsjubel hast du wohl vergessen dass nur die WINTERZEIT abgeschafft wird, und nicht das Jahr 2009 durch 1969 ersetzt wird.

So, jetzt habe ich auch endlich mal pöbeln dürfen! Schööön...



HeTill Offline

Admin, Inc.

Beiträge: 7.699

22.10.2009 20:27
#19 RE: Die FDP Antworten

Aktuelle Politik kann man nur dann machen, wenn man die Geschichte kennt und die Zukunft im Blick hat. Und mein Satz bezog sich auf dein "NOCH". Wann waren die Steuern denn mal niedriger als sie jetzt waren (ich rede von der Einkommenssteuer).



King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

22.10.2009 21:00
#20 RE: Die FDP Antworten

*räusper*
Ökosteuer, schleichende Rentensteuer, Mehrwertsteuer. Dann noch mal "Reichensteuer" oder Vermögenssteuer, wenn es nach euch geht, vielliecht ja auch eine Steuersteuer? Warum nicht auch eine Atomsteuer? Schön, wenn du sagst, dass du nur die Lohnsteuer meinst, aber die ist nicht alles. Das System ist zu komplex. DAS ist eigentlich das Problem. Deshalb hast du mein "NOCH" auch gänzlich falsch verstanden.

Zitat von HeTill
Aktuelle Politik kann man nur dann machen, wenn man die Geschichte kennt und die Zukunft im Blick hat.

"... denn Zukunft ist gut für die Menschen!" *bla*
Wie sehr die SPD die Zukunft im Blick hatte, hat man ja im BT-Wahlkampf gesehen... da war die Freude über Opposition 2013-17 an allen Orten zu spüren



HeTill Offline

Admin, Inc.

Beiträge: 7.699

23.10.2009 12:23
#21 RE: Die FDP Antworten

Wie gesagt, ich rede von der Einkommenssteuer. Und die wollt ihr doch immer gerne klein haben, oder nicht? "Mehr Netto vom Brutto"... haha.

Ach ja, gerade gelesen auf tagesschau.de:

Schlimmer geht's nimmer

Von Torsten Mandalka, RBB, ARD-Hauptstadtstudio

Das ist nicht gut gelaufen für Schwarz-Gelb, gar nicht gut. War aber auch dilettantisch gemacht: Als das böse Wort vom Schattenhaushalt einmal auf dem Markt der öffentlichen Meinung war, haben es die verzweifelten Koalitionäre nicht mehr einfangen können. Alle Erklärungs- und Umdefinitionsversuche ließen den Karren nur noch weiter in den Dreck rutschen.

Es gehe nicht um einen Schattenhaushalt, sondern um einen Nebenhaushalt, hieß es zum Beispiel. Mir doch egal, dachte sich der gemeine Bürger da - jedenfalls ist es Mist. Der ominöse Sonderfonds schaffe Transparenz, weil er klarmache, welche finanziellen Lasten krisenbedingt seien, und welche politische Ursachen hätten - sagte ausgerechnet Steffen Kampeter, ein bis dato hochseriöser CDU-Haushaltspolitiker, von dem man zuvor vernommen hatte, er sei wie die meisten seiner Fachkollegen von Anfang an strikt dagegen gewesen. Offensichtlich ist er von den Granden der Koalition, von Merkel, Seehofer und Westerwelle nicht nur zurückgepfiffen, sondern am Ende sogar vorgeführt worden.

Dann kam noch Hermann Otto Solms von der FDP, der so gerne Finanzminister werden will. Er lieferte die fadenscheinige Begründung, nur mit einem Sonderhaushalt könne klargestellt werden, dass die letzte Regierung, also die Große Koalition, dafür die Verantwortung trage.

Schön, dass wir also zuerst einmal die Schuldfrage in die Vergangenheit geschoben haben für Kosten, die in der Zukunft auf uns zukommen werden. Und deren Folgen wir womöglich noch jahrzehntelang zu tragen haben werden.
Katastrophale Öffentlichkeitsarbeit

Spät aber immerhin kommt jetzt also die Erkenntnis, dass das alles nicht so einfach ist mit dem Schatten- oder meinetwegen auch Nebenhaushalt. Er würde das Grundgesetz offensichtlich nicht nur biegen, sondern sogar beugen. Unter dem Gesichtspunkt politische Strategie und Öffentlichkeitsarbeit der neuen Koalition kann man nun eigentlich nur sagen: Schlimmer geht’s nimmer.

Ein bisschen ins Fäustchen lachen kann sich allenfalls die CDU. Schneller als die FDP mit ihren finanzpolitischen Vorstellungen ist noch selten eine politische Partei entzaubert worden. Wir dürfen jetzt sehr gespannt sein, wie das weitergeht mit den so vehement versprochenen Steuersenkungen - oder ob sie am Ende nicht doch geopfert werden müssen auf dem Altar der Realität. Bevor sie uns alle neben der Finanz- und Wirtschaftskrise auch noch in die Schuldenkrise stürzen.



HeTill Offline

Admin, Inc.

Beiträge: 7.699

24.10.2009 14:26
#22 RE: Die FDP Antworten

Das neue Kabinett ist ein Spiegel der Einfallslosigkeit

Déjà-vu 2009: Merkel hat es zugelassen, dass die Verhandlungen über ihre zweite Legislatur die ganze Zeit unter dem Steuersenkungsdiktat vor allem der FDP, aber auch der CSU stand. Sie hat nie gesagt: "Guido, jetzt lass aber mal gut sein!" Alles drehte sich nur um dieses Thema und erstickte jede Kreativität.

Das neue Kabinett ist ebenso ein Spiegel der Einfallslosigkeit und Konfliktscheu wie der Koalitionsvertrag. Aufbruch, Mut? Deutschland ist am Freitagabend im 21. Jahrhundert ins Bett gegangen und am Samstag im 20. Jahrhundert aufgewacht. Es ist, als seien die Figuren aus der Gesteinsschicht des deutschen Kohlozäns wieder auferstanden. Leutheusser, Schäuble, Westerwelle, Brüderle - man fühlt sich wie in Steven Spielbergs Jurassic Park, daran ändert auch der Umstand nichts, dass dank des 36jährigen Philip Rösler der Altersschnitt des Kabinetts gesenkt wurde. Es gibt auch junge Dinosaurier.

Und wie bei den Inhalten bestimmte auch beim Personaltableau die Koalitionsbalance und der Koalitonsfrieden nicht die Sache das Handeln. Schwache Minister wie Annette Schavan oder Franz Josef Jung wurden nicht ausgewechselt, sondern allenfalls verschoben.

Auszug aus: http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,657153,00.html

------------


Das Kabinett ist wirklich grausam. Während Schäuble sicherlich noch ein fähiger Politiker ist (bei dem ich aber häufig andere Meinungen habe) und Rösler sicherlich eine mutige Entscheidung ist, ist Jung als Arbeitsminister eine Lachnummer. Da können sie den Ministerposten gleich sein lassen. Und wie heißt nochmal unser zukünftiger Entwicklungshilfeminister... ich will's gar nicht hinschreiben. Dann könnte ich auch gleich Zahnarzt werden, kann ich genau so gut!


panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

13.11.2009 15:02
#23 RE: Die FDP Antworten

http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar406.html ->

In Antwort auf:
Kommentar zur Steuerpolitik
Der Rosenkrieg beginnt schon kurz nach der Hochzeit

Von Rüdiger Becker, WDR, ARD-Hauptstadtstudio

Von General Motors verlangt die Bundesregierung zu Recht ein tragfähiges Zukunftskonzept für Opel. Sie selbst kann aber keines für Deutschland vorlegen, der Koalitionsvertrag jedenfalls ist das nicht. So nebulös sind die Passagen über die Steuerreform geraten, dass jede der drei Regierungsparteien sie anders interpretiert.
2011, 2013 oder gar nicht?

Einig sind sie sich nur darin, dass das Steuersystem umgekrempelt werden muss. Die FDP will das am liebsten bis 2011 erledigt haben, die Union ist sich noch nicht mal sicher, ob sie damit vor 2013 überhaupt anfangen soll. Der Bundesfinanzminister sagt in einem Interview sehr deutlich und im Bundestag etwas verklausulierter: Für eine grundlegende Steuerreform, verbunden mit einer spürbaren Entlastung, fehle in den kommenden vier Jahren das Geld.

Die Bundeskanzlerin kündigt in ihrer Regierungserklärung den Umbau des Tarifsystems bei der Einkommensteuer zu einem Stufenmodell zwar an, erklärt aber mit keiner Silbe, wann das passieren soll. Und die FDP droht jetzt sogar damit, notfalls auch ohne den Koalitionspartner und den Finanzminister ein Reformgesetz auf den Weg zu bringen. So konfus und zerstritten haben sich frühere Koalitionen allenfalls am Ende ihrer gemeinsamen Jahre präsentiert, bei Schwarz-Gelb beginnt der Rosenkrieg schon kurz nach der Hochzeit.
Was bleibt, sind Steuerausfälle

Die FDP befindet sich in einem Dilemma zwischen Glaubwürdigkeit und Wirklichkeit. So sehr hat sie die grundlegende Steuerreform zum beherrschenden Thema ihrer Wahlaussagen gemacht, dass sie sich jetzt nicht mit den Realitäten abfinden kann. Eine Steuersenkung, die sich dank der dadurch entfesselten Wachstumskräfte komplett selbst finanziert, das hat in der Praxis noch nie funktioniert. Weder die noch weitaus großzügigeren Steuersenkungen der Reagan-Regierung in den USA noch die bei uns von Rot-Grün umgesetzten Entlastungen für Unternehmen und Spitzenverdiener haben eine solche Wirkung entfacht. Und dieses heute im Bundestag vorgestellte Sammelsurium von Einzelmaßnahmen mit dem schönen Namen "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" wird schnell verpuffen. Was bleibt, sind Steuerausfälle, die vor allem die Länder und die Kommunen ausbaden müssen.

Die FDP sollte sich damit abfinden, dass in der Realität anders gerechnet wird als in Parteiprogrammen. An anderer Stelle hat sie das doch längst getan: Was ist beispielsweise aus den bis zum Wahltag propagierten Sparvorschlägen der Liberalen geworden? In jedem Ministerium wollten sie einen Staatssekretär abschaffen, nicht einmal in den FDP-geführten Ministerien wird das umgesetzt. Ihre Glaubwürdigkeit hat die FDP ohnehin verloren, da kommt es auf eine aufgedeckte Lüge mehr jetzt auch nicht mehr an.




...deutliches Wort! Was hat King zur FDP-Verteidigung vorzubringen? ;)

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

13.11.2009 17:04
#24 RE: Die FDP Antworten

Kommentare kommentiere ich aus Prinzip nicht, da sie eine Meinung darstellen und daher schon gar nicht objektiv sein können.
Ansonsten sehe ich allerdings auch davon ab anderes zu kommentieren. Denn warum muss ich mich erklären, wenn ich mit der FDP gar nichts zu tun habe... ich wähle sie ja nur. Also wozu den Erklärbär geben? Außerdem ist das eh verschwendete Zeit, denn bei der politischen Ausrichtung hier im Forum erwarte ich nicht, dass jemand meine Ansichten teilt, ganz zu schweigen davon dass er oder sie sich umstimmen ließe.
Gibt gerade wichtigere Dinge... meine BA-Arbeit z.B.



panteraxxl Offline

Inhuman Dunkelthron Miesepeter


Beiträge: 9.749

13.11.2009 17:29
#25 RE: Die FDP Antworten

sämtliche jounalistische beiträge sind eigene meinungen... allen voran SPON-Beiträge, die auch vom King kommentiert werden...
aber ich würde mich an deiner stelle auch nicht damit abmühen mögen, da es tatsächlich ein kampf gegen windmühlen ist.

aber es geht ja auch weniger darum ihn oder sie umzustimmen, sondern dich!

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

13.11.2009 18:29
#26 RE: Die FDP Antworten

Schätzt du mein Vertrauen in meine eigene Meinung als so gering ein?
Und was das mit den Kommentaren angeht: ich nehme dir nicht ab, dass du das selbst glaubst. Klar, Kommentare heißen nicht immer Kommentare, sind jedoch einfach zu erkennen. Alleine der letzte Satz "Ihre Glaubwürdigkeit hat die FDP ohnehin verloren, da kommt es auf eine aufgedeckte Lüge mehr jetzt auch nicht mehr an." lässt doch alle Alarmglocken schrillen, dass es hier nicht um ausgewogenen Journalimus geht, sondern um eine Meinung. Beides ist wichtig; ich wünsche mir sogar mehr Kommentare in den Medien. Allerdings sollen die nur anregen über ein gewisses Thema nachzudenken... sie eignen sich nicht als Unterfütterung der eigenen Meinung in Diskussionen, denn meine Antwort auf sowas kann nicht eine andere sein als "SELBER DOOF! ".
Mit differenzierten Positionen setze ich mich lieber auseinander... aber das ist eh hinfällig, weil ich es ja gar nicht kommentieren muss und es gerade für mich extremst verschwendete Zeit ist. Denn ich debattiere ja nicht wie HeTill in Twitter-Zeichenlänge



angel_of_death Offline

Godfather of Metal


Beiträge: 3.009

20.11.2009 18:43
#27 RE: Die FDP Antworten

Also, mir ist das gerade etwas Lustiges passiert: Ich sitze am Bahnhof und neben mir sitzt ein Mitte-Vierziger mit einer Schriftzug-Tätowierung hinter dem Ohr. Natürlich versuche ich das zu lesen, entziffere aber nur "Deutschland Sauna auf" und denke mir aber, dass er das kaum tätowiert haben kann, also habe ich ihn ganz höflich gefragt, was da denn stehe, worauf er ganz perplex antwortet: "Deutschland blüh auf".
Noch perplexer war er dann, als ich gefragt habe, wie er das denn meine. Er sei mit der Regierung nicht zufrieden, überhaupt mit dem Außenminister. Mein erster Gedanke war natürlich des Westerwelle schlechte Englischkenntnisse und nehme vorweg, dass er als Außenminister kein Englisch braucht. Da meint der völlig aus dem Häuschen: "Neeee, weil er schwul ist!!" Leute gibt's. Auf der Hand hatte er ein Kreuz... bedeutet das irgenwas? Links, rechts, oben, unten? Wollte ihn eigentlich noch fragen, wer sein Kandidat auf den Posten gewesen wäre und wen er gewählt hat, aber wir hatten keine Zeit...



http://twitter.com/holidayfunclub

King_Nothing Offline

Lateral Fault Line


Beiträge: 8.088

20.11.2009 18:56
#28 RE: Die FDP Antworten

Unser Kabinett ist doch mal wirklich schön ausgeglichen, finde ich. Es gibt Vertreter jeder Randgruppe: Schwule, Chinamänner, Alkoholiker, Behinderte, Adel, Frauen... so tolerant war noch nicht einmal Rot/Grün
Schade, dass das der Herr Nazi/Rechtskonservativer noch nicht wertschätzen kann. Vielleicht ärgert er sich, das kein Nazi mit einem Kabinettssitz bedacht wurde



Saber Rider Offline

Godfather of Metal


Beiträge: 6.461

20.11.2009 20:50
#29 RE: Die FDP Antworten

Zitat von King_Nothing
Behinderte, [...] Frauen...


Wo ist der Unterschied?




ok, ok, bin ja schon wech.


Falling from Grace cause I've been away too long
Leaving you behind with my lonesome Song
Now I'm Lost In Oblivion

angel_of_death Offline

Godfather of Metal


Beiträge: 3.009

21.11.2009 02:38
#30 RE: Die FDP Antworten

Ja, da lach ich mich ja tot. Ha. Ha.



http://twitter.com/holidayfunclub

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